RKI-Chef Wieler: Abriegelung von Corona-Hotspots denkbar

Seit Tagen steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus an. Die Politik muss gegensteuern - mit neuen Maßnahmen und Beschränkungen. RKI-Chef Wieler schließt anders als vor neun Monaten eine Abriegelung von Corona-Hotspots nicht mehr aus.

Bonn/Berlin (dpa) - Zur Eindämmung der Corona-Pandemie schließt der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, eine Abriegelung von Risikogebieten nicht mehr aus.

«Vor neun Monaten habe ich in einem ähnlichen Interview gesagt, dass ich mir das nicht vorstellen kann. Inzwischen kann ich mir vorstellen, dass solche Maßnahmen durchgeführt würden», sagte Wieler am Donnerstag dem Fernsehsender Phoenix. Zuvor hatte sein Institut den Rekordwert von 6638 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet.

«Wenn die Maßnahmen nicht verschärft werden, werden die Infektionszahlen weiter hochgehen», warnte der RKI-Chef und nannte eine Zahl von bis zu 10.000 Neuinfektionen täglich. Vor diesem Hintergrund warb er auch für die umstrittenen Beherbergungsverbote zur Einschränkung der Reiseaktivität: «Mobilität ist einer der Treiber dieser Pandemie.»

66 Kommentare
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  • 7
    6
    mops0106
    16.10.2020

    Ein Tierarzt sollte nicht über Menschen entscheiden dürften.

  • 4
    7
    Interessierte
    16.10.2020

    Das wäre die g´scheiteste Idee .. ...
    Nicht , dass aus diesen Risikogebieten die infizierten Menschen in alle Länder und Länder reisen und alle Menschen anstecken , so war es doch schon mit den Chinesen .. bis nach Brasilien und selbst Honolulu hatte es wohl getroffen ..

  • 11
    3
    Freigeist14
    16.10.2020

    Merkel, Söder , Lauterbach , Drosten und Wieler . Mehr bedarf es zum täglich erhobenen Zeigefinger nicht mehr . Hatte Deutschland nicht mal ein souveränes Parlament ?

  • 9
    7
    Haju
    15.10.2020

    Hmm, irgendwann steht dann jemand auf einem Balkon und sagt, er sei gekommen, um mir mitzuteilen, daß heute meine Ausreise ...

  • 9
    5
    Gegs
    15.10.2020

    Am Ende des ersten Lockdowns, als gerade wieder die ersten Öffnungsdiskussionen geführt wurden, habe ich im öffentlichen Rundfunk ein Interview mit ihm gehört. Er sprach sich gegen jede öffentliche Diskussion aus, das könne schließlich von der Bevölkerung falsch verstanden werden. Auf die Frage des Moderators, ob die Bevölkerung nicht verständig genug wäre, eine eigne sinnvolle Einschätzung zu Treffen, antwortete er mit einem klaren “nein“. Wer die Bürger für derart unmündig hält, sollte nicht Chef einer solchen Behörde sein. Ergo: Ich mag ihn nicht. Dagegen ist mir der Leiter des Paul-Ehrlich-Instituts sehr sympathisch.

  • 18
    11
    Heinz0815
    15.10.2020

    Kann man diesen Posten im RKI nicht endlich mal neu besetzen? Ich bin auch dafür dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eingehalten werden, aber mit diesen Drohungen mit der Holzhammermethode kommen wir auch nicht weiter. Viel mehr sollte wieder mehr Aufklärung betrieben werden, was die Eindämmung der Pandemie angeht. Im Moment wären Aufklärungskampagnen wie sie zu Beginn der Pandemie durchgeführt wurden wirklich sinnvoll.