Schäuble über Corona-Maßnahmen: Auf möglichst viel Freiheit setzen

Berlin.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angemahnt, dass der Bund und die Länder bei den Coronamaßnahmen auf so viel Freiheit wie möglich setzen sollten. "Es ist schier unmöglich, per Gesetz jeden Corona-Todesfall zu verhindern", sagte der CDU-Politiker. Es bleibe zentral, "dass die Exekutive die Verantwortung des Einzelnen fest im Blick hält und auf so viel Freiheit wie möglich setzt". Es sei seine Grundüberzeugung, dass die Politik die Abwägung zwischen dem Schutz des Lebens und den Nachteilen der Anti-Corona-Maßnahmen "nicht komplett per Verordnung oder Gesetz auflösen kann, sondern dass die Verantwortung auch in den Händen der Ärzteschaft, von Wissenschaft und Ethikern liegt".

Schäuble äußerte sich mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern am kommenden Dienstag. Die Ministerpräsidenten wollen dann mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über den weiteren Fahrplan im Kampf gegen die Coronapandemie beraten. Mehrere Teilnehmer der Runde haben die Bevölkerung zuletzt auf eine Fortsetzung des Lockdowns eingestimmt. (dpa)

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22 Kommentare
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  • 15
    2
    KTreppil
    02.01.2021

    Leider will man momentan solche Meinungen nicht hören, leider hat Herr Schäuble zwar eine gesunde Ansicht, aber zu wenig Einfluss. Die, die uns regieren, können, kennen und wollen nichts anderes mehr als Lockdown. Auch wenn er wenig zu nützen scheint und noch zusätzlich Schaden und Leid verursacht.

  • 15
    3
    Echo1
    02.01.2021

    Schäubles Kommentar im Frühjahr 20 ging in die gleiche Richtung. Diese Abwägung zwischen Freiheit und Gesundheit. Es gibt kein Vollkasko für die Gesundheit. Das Leben ist lebensgefährlich. Diese Diskussion wollte man schnell beenden.
    Vielleicht eine neue Chance über alles zu reden, was auch wichtig ist. Nehmen wir dabei das Grundgesetz zur Hand.