Schweinepestbekämpfung: Staatssekretär bietet Polen Hilfe an

Guben (dpa/bb) - Bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Westpolen hat der Parlamentarische Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Uwe Feiler, dem Nachbarland die Unterstützung Deutschlands zugesichert. «Wenn Polen um Hilfe bittet, dann kommen wir dem gerne nach», sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Feiler informierte sich an der deutsch-polnischen Grenze über die Präventionsmaßnahmen und die von polnischer Seite ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Schweinepest.

«Die jüngsten Nachweise der Afrikanischen Schweinepest relativ nahe der Grenze zu Deutschland betrachten wir mit großer Sorge», erklärte er. Bisher konnte durch die gemeinsamen Anstrengungen von Bund und Ländern eine Einschleppung des Virus nach Deutschland verhindert werden. «Wir dürfen hier nicht nachlassen», mahnte er.

Zuletzt war in Polen 21 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt ein an der Tierseuche gestorbenes Wildschwein gefunden worden. Brandenburg hat wegen der grenznahen Fälle schon einen 120 Kilometer langen Schutzzaun errichtet. Auch in Sachsen starteten entsprechende Arbeiten. Die Behörden in Deutschland und Polen haben auch andere Vorsorgemaßnahmen vereinbart.

Auch auf polnischer Seite müsse alles getan werden, um eine weitere Verschleppung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, sagte Feiler weiter. Die Präventionsmaßnahmen in den Anrainerländern müssten auch weiterhin auf hohem Niveau fortgeführt werden.

Die ASP ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber tödlich. Die deutschen Bauern sind besorgt. Denn beim ersten Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein würde Deutschland den Status als «seuchenfrei» verlieren: Dann drohen Exportstopps für Schweinefleisch etwa nach Asien.


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