Stabwechsel unter Tränen

Eine Frau folgt auf eine Frau an der CDU-Spitze: Annegret Kramp-Karrenbauer hat das Rennen um den CDU-Vorsitz knapp gewonnen. Doch jetzt muss sie sich an der Parteispitze auch gegenüber den Skeptikern bewähren.

2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    0
    Zeitungss
    10.12.2018

    @Klapa: Ihre Schlussbemerkung bringt es auf den Punkt. Ich dachte immer, nach dem Zuchtmeister Kauder abgetreten wurde, werden auch die Delegierten etwas eigenständiger in ihrer Meinungsbildung, was sich als Fehlanzeige darstellt.
    F. Merz ist sicherlich nicht mein Freund, Veränderungen hätte er allerdings mit Sicherheit ein- und durchgebracht, ob nun schön oder nicht schön sei dahingestellt, es bleibt wie es ist, die Volksvertreter brauchen nicht umzudenken, was deren "Arbeit" wesentlich erleichtert.

  • 7
    2
    gelöschter Nutzer
    08.12.2018

    AKK - 'Alles kalter Kaffee' titelte ein Artikel in den Medien, 'Merkels letzter Sieg' ein anderer.

    Die Stabübergabe der Verantwortlichen für die CDU-Wahlniederlagen der letzten Jahre an ihre gewünschte Nachfolgerin schien wie inszeniert, aber auf demokratische Art und Weise natürlich. Der tränenumflorte Abschied indizierte, wie schwer es der Alt-Vorsitzenden fiel, von einem Teil ihrer politischen Macht auf Grund eigener Fehler, was sie jedoch kaum erkannt haben dürfte, abgeben zu müssen. Ein erzwungenr Zug gewissermaßen. Aber Glück im Unglück, sie hat die ziemlich sichere Gewähr, dass in ihrem Sinne weiter gewurstelt wird.

    Und die Delegierten wählten, wie sie es in den letzten achtzehn Jahren gelernt hatten - die Zweitausgabe der Vorgängerin, die am ehesten versprach, Merkels Vermächtnis weiterführen zu wollen.

    Dass Merz die bisherige CDU-Vorsitzende teilweise heftig kritisierte, hat ihm offensichtlich der Teil der Delegierten, denen glaubhafte Erneuerung zu aufregend erschien, übel genommen.

    Inhaltlich Veränderung sieht anders aus und ist in der Regel mit überzeugender personeller Erneuerung eng verknüpft. Eine konkrete Aufarbeitung der Fehler vergangener CDU-Politik, die für die teilweise heftigen Wahlniederlagen verantwortlich waren, fand nicht statt. Die Verbindung zu Angela Merkel wäre zu direkt gewesen. Man überging sie ganz einfach mit Schweigen. 'Weiter so' ist angesagt. Und die Delegierten haben dem zugestimmt.



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