Taktik oder Selbstreflexion der AfD?

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Nach dem Terrorakt in Hanau will die AfD verbal abrüsten. Auch in Sachsen hat sie bis zuletzt radikale Töne angeschlagen.


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2222 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 8
    6
    gelöschter Nutzer
    26.02.2020

    Erstens könnte man im Umkehrschluss jede Gewalttat der Linken Aktivisten dann den Äußerungen Linker Politiker oder den gleich geschalteten Medien zurechnen und unterstellen, dass diese zumindest eine Legitimation erteilt haben mit ihrer Wortwahl.
    Zweitens unterstellen doch die eher links orientierten Kommentatoren der Nachfolgepartei der SED auch eine ideelle Läuterung, ohne Beweis.

  • 6
    7
    gelöschter Nutzer
    26.02.2020

    Es ist die Aufgabe einer Oppositionspartei die Regierungsparteien vor sich her zu jagen. Natürlich nur bildlich. Und Frau Nahles will der AfD "auf die Fresse hauen". Wo ist der Unterschied?

  • 5
    6
    Inke
    26.02.2020

    Interessante Ansichten mal wieder, peggi. Wer wollte gleich nach der Wahl andere Politiker "jagen", um nur ein harmloses Beispiel zu nennen. Wer hier die gesellschaftliche Stimmung maßgeblich vergiftet hat, ist zumindest sehr umstritten. Und wenn man sich das Interview im Link von Distelblüte anhört, weiß man doch Bescheid. Ein so plötzlicher Sinneswandel der Alternativen ist alles andere als glaubwürdig. Ein taktisches Manöver, um zukünftig breitere Gesellschaftsschichten erreichen zu können. "Wölfe in Schafspelzen", wie Ex-AfDler Uwe Kamann so schön sagt.

  • 4
    7
    gelöschter Nutzer
    26.02.2020

    Die AfD sollte bei ihrer klaren und eindeutigen Sprache bleiben und sich nicht einschüchtern lassen. Die restlichen Parteien sollten endlich ihre Wortwahl zügeln. Das vergiftet den sozialen Frieden.

  • 5
    8
    gelöschter Nutzer
    26.02.2020

    Zu Thema des Artikels wurde auch Uwe kamann, bis 2018 afd-Mitglied gefragt; was er davon hält, kann man beim MDR nachhören:
    https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/interview/kamann-afd-strategiewechsel-glaubwuerdigkeit-100.html

  • 9
    5
    ralf66
    25.02.2020

    @Distelblüte, nee nee, von einem Führer habe ich nichts geschrieben, also schön ruhig bleiben.
    Wissen Sie was ich mir vorstellen könnte, eine völlig unabhängige Expertenregierung, bestehend aus Mitgliedern deren Aufgabenbereich fachlicher Eignung nach vergeben wird, dann werden wir alle schnell merken, welchen ideologischen Spielereien wir bisher aufgesessen sind, dann wird das Land wie eine gute soziale Firma geführt werden müssen, sonst gehts nämlich bergab und der Streit die ideologisch unnötige Rede, deren Gegenrede bis es weggeredet oder schön geredet ist hört endlich auf.
    Ich mache mir nämlich langsam Sorgen, dass der Trend dorthin geht, dass die Mehrheiten, die in den deutschen Parlamenten zum regieren entstehen, die behaupten ihr politischer Weg wäre der richtige nichts mehr mit richtig zu tun hat, sondern nur noch ideologisch ausgerichtet sind. Dann fällt mir auf, dass die Parteien bei Wahlen keine absolute Mehrheit mehr erreichen, wo sich der Wählerwillen wenigstens einigermaßen wiederspiegelt, nein es kommt nur durch Koalitionen zu einer Regierung, wer mit wem letztendlich koaliert, dessen Politik letztendlich auch mit umgesetzt wird, bestimmen nach dieser Praktik nicht die Wähler sondern die Politiker alleine und das halte ich für falsch.

  • 9
    12
    gelöschter Nutzer
    25.02.2020

    @Olaf: Sie schreiben ", Leider waren große Teile der Bevölkerung und auch der Polizei, der Reichswehr und der Justiz noch nicht für demokratische Verhältnisse eingestellt, sondern vom Obrigkeitsdenken geprägt."
    Ich denke, das ist heute nicht viel anders.
    ralfs Kommentar unter Ihrem lässt das erahnen, ebenso wie der Wunsch etlicher Menschen, es möge sich doch jemand finden, der endlich "mal mit der Faust auf den Tisch haut, damit Ruhe ist". (Wurde mir heute in einem persönlichen Gespräch so gesagt.) Das ist nichts anderes als der Wunsch nach einem Führer, wenn einen die Realität mit Meinungsvielfalt, Pluralismus und parlamentarischer Demokratie überfordert. Viele Menschen wollen regiert werden und ansonsten ihre Ruhe. Wenns dann nicht läuft, wird gemeckert, früher hinter vorgehaltener Hand, heute ganz offen.

  • 8
    3
    OlafF
    25.02.2020

    Die Verfassung der Weimarer Republik war mit ihren hervorragenden Grundrechten seinerseits die beste Verfassung der Welt und einzigartig, Leider waren große Teile der Bevölkerung und auch der Polizei, der Reichswehr und der Justiz noch nicht für demokratische Verhältnisse eingestellt, sondern vom Obrigkeitsdenken geprägt. Die Monarchie war noch allgegenwärtig. Dafür war die Oktoberrevolution in Russland den Linksradikalen ein Ansporn die bestehenden Verhältnisse in Deutschland zu ändern. Reparationsforderungen, Hyperinflation und Weltwirtschaftskrise taten ihr übriges. Die zunehmende Schwäche der Republik führte zur Stärkung der Nationalsozialisten. Es herrschte politisches Chaos und schwache Regierungen wechselten sich ständig ab. Mit gezielter Propaganda versprach Hitler Ordnung und sozialen Wohlstand. Unsere Situation immer wieder mit der Weimarer Republik zu vergleichen halte ich für Propaganda. Sie passt dafür aber recht gut in das Konzept der Politiker, welche damit um jeden Preis die Debatte vermeiden wollen. Wir haben ein Grundgesetz, eine unabhängige Justiz und eine stabile Demokratie, warum sollen wir dann Angst vor unserer eigenen Demokratie haben ? Dazu brauchen wir eine Debatte und kein Obrigkeitsdenken!

  • 7
    5
    Inke
    25.02.2020

    ralf66, Sie meinen bei der AfD ist das alles anders? Es gibt keine innerparteilichen Macht- und Grabenkämpfe? Keine verschiedenen Strömungen, gemäßigt oder radikal?? Bringt es nicht die politische bzw. parlamentarische Arbeit mit sich, dass gestritten wird? Klar ist ein politischer Weg in einem demokratischen Gesellschaftssystem nicht immer erkennbar, aber denken Sie ernsthaft es wäre anders mit einer AfD in der Regierung? Es sei denn, man hätte die alleinige Macht, wie es sich einige Blaue wünschen.

  • 7
    6
    ralf66
    25.02.2020

    @Inke,
    @Distelblüte,

    ganz genau, ich sehe auch parallelen in der Geschichte, die zänkischen Altparteien mit ihrem nicht abreisenden Partei- und Wahlkämpfen, werden zunehmend unfähiger das Land zu regieren. Wahlkampf dort, Wahlkampf hier, das zieht sich Jahr für Jahr über alle Bundesländer bis dann wieder Bundestagswahlen sind, die kommen vor lauter Koalitionsbildung und langer Regierungsfindung nicht mehr zum regieren, wenn schon einmal eine Regierung steht, dann dauert es nicht lange, bis trotzdem der Streit über irgendwelche Grundsatzfragen zwischen den Koalitionspartnern ausbricht, wo es dann wieder sehr lange Zeit dauert, ohne Politik gemacht zu haben diesen Streit beizulegen. Landtagswahlergebnisse werde hochgeputscht zu bundespolitischen Ereignissen, die wieder wenn's schlecht lief, ein langes meist am falschen Punkt angesetztes Aufarbeiten der Fehler in Anspruch nehmen, zum regieren kommt man da nicht mehr.
    Ihr sucht den Schwarzen Peter bei der AfD und vergleicht das ähnlich mit dem Aufstieg von Hitler, ähnlich der Situation der NSDAP in den 20er Jahren, dieser Vergleich ist in vieler Hinsicht schon wieder hart an der Grenze überhaupt gemacht werden zu dürfen und zeugt nicht, auch Mäßigung im Umgangston zu üben, dann gehört zu diesem hinkenden Vergleich der Vollständigkeit halber aber auf alle Fälle dazu zu erwähnen, dass Hitler auch wegen dem Versagen der Politik in der Weimarer Republik zur Macht kam.

  • 5
    12
    gelöschter Nutzer
    25.02.2020

    @Freigeist: Zustimmung zum letzen Satz. Die sogenannte "Mitte der Gesellschaft" ermöglicht(e) den Rechten den Aufstieg. Damals wie heute.
    Ohne es eins zu eins von damals auf heute zu übertragen- man kann aus der Vergangenheit lernen. Wenn der Wille da ist.

  • 8
    3
    Freigeist14
    25.02.2020

    Ohne irgend eine Lanze für die "Deutschalternativen " zu brechen : Die Gleichsetzung der AFD mit der NSDAP ist eine gedankenlose Geschichtsverfälschung und Verharmlosung . Und nicht zuletzt : Die Aushebelung der Weimarer Verfassung geschah schon 1931 unter Papen und Schleicher . Das heisst : Rechtskonservative Demokratiefeinde waren die Steigbügelhalter Hitlers .

  • 10
    10
    Inke
    25.02.2020

    Das ist ganz und gar nicht hanebüchen, Hinterfragt. Parallelen sind durchaus erkennbar, es sei denn man ist blind, taub oder interessiert sich nicht im geringsten für die (deutsche) Geschichte. Die extrem rechten Kräfte in der AfD haben an Macht gewonnen, das dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. Auch die Vergangenheit und Zitate von Leuten wie Kalbitz, Höcke und Co. YouTube bietet da viel Unterhaltungsmöglichkeiten. Es gibt eben auch auf der anderen Seite "sehr besorgte Bürger". Und das zu Recht!

  • 13
    11
    Hinterfragt
    25.02.2020

    Ach @Distelblüte; Ihre hanebüchenen Vergleiche immer!
    Die AfD ist NICHT die NSDAP und zudem seit den letzten BT-Wahlen stärkste Oppositionspartei.
    Weiterhin Brandenburg, Thüringen Sachsen AfD > 20% ...

  • 7
    7
    gelöschter Nutzer
    25.02.2020

    DS91: Sie scheinen sich ja mit "Medien und Marketing" recht gut auszukennen !

  • 7
    15
    gelöschter Nutzer
    25.02.2020

    "Nach dem verheerend schlechten Ergebnis bei den Reichstagswahlen 1928, als sich die NSDAP mit 2,6 Prozent der Stimmen begnügen musste, erging die Weisung an alle Parteigliederungen, in ihrer Propaganda den Antisemitismus zurückzuschrauben, der vor allem auf bürgerliche Kreise abschreckend wirkte."
    Aus dem Wikipedia-Eintrag zur NSDAP,

  • 11
    4
    Inke
    24.02.2020

    Sehr feinfühlig formuliert, OlafF. Missstände müssen gesagt werden dürfen. Aber das WIE ist entscheidend.

  • 8
    16
    DS91
    24.02.2020

    Jeder der sich mit Medien und Marketing auskennt durchschaut die Strategie der PR Abteilung in der AFD.

    Provokante Unterschriften mit extrem vereinfachten Sachverhalt. Genau damit erzeugt man Aufmerksamkeit und fängt ein bestimmtes Klientel!

    Die Methode ist in der Werbung nicht neu... schließlich kennt jeder die Internetwerbung.... zb.: "diese zehn Dinge machen berühmte Menschen..."

    Die Methode ist einfach und wirkt... jedoch sollte man diese Inhalte und diese Überschriften nie als relevanter und lösungsorientiert Sachverhalt sehen. Die Beiträge sind nix sagend und eigentlich nur große Töne. In der Stadtpolitik merkt man deutlich wie die AFD mit veralteten und widerlegten Argumenten versucht gegen einen schon abgeschlossenen Sachverhalt Stimmung zu machen, nur un Aufmerksamkeit zu bekommen. Bürger die unmittelbar an den Sachverhalt betroffenen sind merken es sehr häufig dass eine solche Strategie nix bringt und die erhofften Ergebnisse nicht eintreten.

    Nur Bürger die sehr Oberflächlich agieren bezeichnen diese Methode als "klare Sprache"! Es ist eben ähnlich der eigenen Umgangssprache!

  • 32
    3
    OlafF
    24.02.2020

    Zahlreiche populistische Ausbrüchen und aus dem Kontext herausgelöste Sätze dürfen nicht betäubend darüber hinwegtäuschen, dass es tatsächlich Probleme gibt, welche unterschiedliche Ansichten mit sich bringen. Elementare Probleme der Gesamtgesellschaft können nur gemeinsam gelöst werden. Ein Mittel sind leisere Sprache mit weniger Interpretation Spielräumen. Sprache, welche zum Zuhören zwingt. Einzelne Schlagworte wirken wie Granaten, welche für Betroffene Knalltraumen auslösen kann. Voraussetzung für Lösung von Konflikten ist und bleibt die Bereitschaft zur Kommunikation. Jeder Einzelne sollte sich fragen, wem die Feindbilder nützlich sind und was wollen diejenigen erreichen, welche sie schüren.

  • 21
    36
    gelöschter Nutzer
    24.02.2020

    Da gibts nichts "abzurüsten". Klare Abgrenzung gegen links und weiterhin klare Sprache und nichts weichgespültes wie bei den restlichen Parteien.

  • 20
    21
    Inke
    24.02.2020

    Die AfD-Spitze verteilt Maulkörbchen. Dann darf man ja mal gespannt sein, wer damit klar kommt und wer nicht. Ich tippe mal auf Taktik.

  • 29
    21
    sachsenjunge
    24.02.2020

    "Allerdings müssen wir uns auch fragen, warum es unseren politischen Gegnern gelingt, uns überhaupt mit solch einem Verbrechen in Verbindung zu bringen." - Ja, völlig unklar, wie das sein kann. ;-)