Thüringen will allgemeine Corona-Beschränkungen beenden

Mundschutz, Mindestabstand und Kontaktbeschränkungen könnten für viele Thüringer bald der Vergangenheit angehören: Nach dem Willen von Ministerpräsident Ramelow sollen die allgemeinen Einschränkungen Anfang Juni enden.

Erfurt (dpa) - Thüringen will Anfang Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen beenden. Damit würden landesweite Vorschriften zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten.

«Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen», sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) den Zeitungen der Mediengruppe Thüringen. Auf seiner Internetseite erklärte er: «Das Motto soll lauten: «Von Ver- zu Geboten, von staatlichem Zwang hin zu selbstverantwortetem Maßhalten.»»

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten Anfang Mai vereinbart, die grundsätzlichen Kontaktbeschränkungen für die Bürger im öffentlichen Raum bis zum 5. Juni zu verlängern. Danach sollen den Angaben nach in Thüringen auch für Schulen und Kindergärten weitere Schritte hin zu einem regulären Betrieb gegangen werden.

Die Details für den Freistaat sollen einer Regierungssprecherin zufolge in einer Kabinettssitzung am Dienstag beraten werden. An die Stelle der landesweiten Vorgaben sollen dann nur noch lokale Maßnahmen treten, wenn in einer Region eine bestimmte Infektionsrate überschritten wird. Dafür ist ein Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche im Gespräch. Der Wert wird nach den zuletzt von der Staatskanzlei veröffentlichten Infektionszahlen lediglich im Landkreis Sonneberg überschritten. Den Plänen zufolge soll der Landeskrisenstab aufgelöst und durch ein Alarmsystem ersetzt werden, bei dem das Gesundheitsministerium die Steuerung übernimmt.

Ein ähnliches Vorgehen gibt es in Thüringen bereits mit Blick auf Regionen mit einer besonders hohen Infektionsrate: Liegt diese in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt über dem Wert von 50, müssen die örtlichen Behörden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergreifen, die über die Vorgaben des Landes hinausgehen. Das hatte bisher die Kreise Greiz und Sonneberg getroffen. Dabei hatten die Landratsämter unter Kontrolle des Gesundheitsministeriums strengere Beschränkungskonzepte ergreifen müssen.

Thüringens SPD-Fraktionschef Matthias Hey war bemüht, die Erwartungen zu dämpfen, und sagte mit Blick auf den Plan des Landes: «Es ist nicht so, dass wir jetzt das Schweden Deutschlands werden.» Schweden hat mit deutlich freizügigeren Maßnahmen als der Rest Europas auf die Corona-Krise reagiert: Schulen, Restaurants und Geschäfte sind zum Beispiel durchweg offen geblieben in dem skandinavischen EU-Land. Den Schweden geht es dabei aber genau wie Deutschland und anderen Ländern darum, die Ausbreitung des Coronavirus abzubremsen.

Nach Zahlen der Erfurter Staatskanzlei lag die Infektionsrate landesweit zuletzt bei 5,8 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Insgesamt haben sich in Thüringen bisher nachweislich mehr als 2800 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 151 sind an oder mit einer solchen Infektion gestorben. Die Zahl der inzwischen genesenen Patienten wird auf mehr als 2400 geschätzt.

Reaktionen aus anderen Bundesländern auf die Pläne Thüringens gab es am Samstag zunächst nur vereinzelt. Ein Sprecher der Landesregierung Baden-Württemberg sagte: «Die Länder sind sehr unterschiedlich vom Virus betroffen, was im gewissen Rahmen auch zur unterschiedlichen Handhabung der Maßnahmen führt.» Pläne wie in Thüringen kämen derzeit für Baden-Württemberg nicht in Betracht. «Wir lockern die Maßnahmen stetig, aber Schritt um Schritt und mit Umsicht», sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Für Hessen sagte ein Regierungssprecher, das Land wolle bei den bestehenden Regeln bleiben. «Wir kommentieren nicht jeden Vorschlag.» Auch die Staatskanzlei in München wollte keinen Kommentar abgeben. Aus Hamburg hieß es, der Senat prüfe weitere Schritte zur Aufhebung von Kontaktbeschränkungen. Er halte aber an seiner Strategie fest, besondere Infektionsrisiken durch Auflagen zu Hygiene und Mindestabständen zu verringern. Für Mecklenburg-Vorpommern sagte ein Regierungssprecher: «Wir haben einen 5-Stufen-Plan zur Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen aufgestellt. Diesen Plan haben wir gerade am vergangenen Wochenende mit den Kommunen, der Wirtschaft, den Gewerkschaften und den Sozialverbänden ausführlich besprochen und gemeinsam präzisiert. An diesem MV-Plan halten wir weiter fest.»

Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt forderte die Landesregierung auf, ihre Ankündigung zum Ende der Corona-Beschränkungen rasch und eindeutig umzusetzen. «Die Bürger wollen Normalität und verhalten sich verantwortungsvoll», sagte er der dpa. Allerdings müsse das Land bei diesem Schritt Klarheit für die Kommunen schaffen. Das sei in der Vergangenheit oft nicht der Fall gewesen. Als Beispiel verwies er auf Corona-Lockerungen bei Kindergärten, die mit «lebensfremden Auflagen» zu kämpfen hätten. Die Ankündigung müsse zügig umgesetzt werden, damit die Kommunen genug Zeit für die Vorbereitung hätten.


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36Kommentare
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  • 2
    4
    Malleo
    25.05.2020

    osgar
    Lesen Sie, was ich schrieb?
    Ich kenne seine Berater nicht namentlich.
    Oder Ramelow ist Virologe, was ich nicht annehme.

  • 4
    4
    osgar
    25.05.2020

    @Malleo, welchen Beratern folgt er denn?
    Man muss Ramelow nicht mögen, aber was er sagt, ist mMn völlig okay.

    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Warne-dringend-davor-wildfremde-Menschen-zu-kuessen-article21802536.html

  • 1
    2
    Malleo
    25.05.2020

    Freigeist
    Sie werden es nicht glauben, ich schätze Ramelos lösungsorientierte Politik.
    Hier folgt er aber falschen Beratern oder dem Bauchgefühl!

  • 1
    3
    Echo1
    25.05.2020

    @MüllerF jetzt habe ich eine Frage gefunden. Warum der Jebsen mal eine Maske aufgesetzt hat. Wir wissen, dass er
    die Massnahmen übertrieben findet. Dass er
    gegen die Angstmacherei von staatlicher
    Seite ist. Komische Frage. Hat er vielleicht
    doch mal kurz Angst bekommen. Ein Wunder wäre das nicht. Woher soll ich das wissen? Kann ihn nicht fragen, bin nicht in seinem Team. Unerheblich. Eine Frage des
    Wesentlichen.
    Lassen wir es gut sein. Wir haben zu unterschiedliche Meinungen.

  • 1
    3
    Echo1
    25.05.2020

    @MüllerF bitte fragen Sie. Schau noch mal nach, wo Sie Fragen gestellt haben sollen.

  • 4
    2
    MuellerF
    25.05.2020

    @Echo1: "Tut mir leid, wenn ich bei Ihnen eine bestimmten Fanatismus erkenne, die Massnahmen gegen Corona zu verschärfen."

    Wo Sie heraus lesen, dass ich Maßnahmen gegen Corona verschärfen möchte, ist mir schleierhaft. Ich bin für vorsichtige (!) Lockerungen, so wie sie bisher schrittweise gemacht wurden.
    Aber ich sehe schon, Argumente sind bei Ihnen zwecklos.
    Fragen weichen Sie aus, wenn Sie keine schlüssigen Antworten haben.

  • 2
    2
    Freigeist14
    25.05.2020

    Malleo@ da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedanken .

  • 2
    7
    Malleo
    24.05.2020

    Das ist ein fataler Fehler und für Ramelow das politische Ende bedeuten.

  • 2
    9
    Echo1
    24.05.2020

    @MüllerF werden Sie nur nicht einsam und
    alt. Sie haben absolut kein Verständnis
    für konkrete Situation in den Familien mit
    älteren Menschen. Mitgefühl kann ich bei Ihnen nicht erkennen. Die Alten sind oft nicht digital unterwegs. Körperliche Nähe ist die beste Gesundheitsdusche. Die Gefahr der Infektion kann man vernachlässigen.
    Tut mir leid, wenn ich bei Ihnen eine bestimmten Fanatismus erkenne, die Massnahmen gegen Corona zu verschärfen.
    Ein Abbild des Herrn Lauterbach sind.
    Fanatismus grenzt aus und setzt den gesunden Menschenverstand aus.

  • 7
    2
    MuellerF
    24.05.2020

    @Echo1: " und das halten Sie auch für richtig, Alte und Kranke gleichzusetzen?"

    Wo wird denn hier was gleichgesetzt? Es gibt nun mal ältere Menschen und Kranke- dabei müssen weder alle Kranken alt, noch alle Alten krank sein. Davon abgesehen sind weder Alter noch Krankheit ein Makel, sondern nur Tatsachen des Lebens.

  • 9
    3
    MuellerF
    24.05.2020

    @ Echo1: "Meiden Sie Kranke und ältere Menschen!"

    1. heißt "meiden" nicht totales KontaktVERBOT
    2. soll das diese Menschen auch schützen & nicht bestrafen - es hat medizinische Gründe
    3. sind auch Kranke & ältere Menschen jetzt nicht automatisch einsam - sie haben trotzdem noch, bzw. wieder Kontakte zu Verwandten, Mitbewohnern, Freunden, Pflegekräften,..., unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen
    4. soziale Kontakte kann man nicht nur "live" pflegen, sondern auch über Telefon, Briefe, Online-Chats,...
    5.Wenn Sie als mögliche Kontaktperson sich durch Sorglosigkeit infizieren, dürfen Sie auch eine Zeit lang keine Kranken & ältere Menschen mehr besuchen- damit ist denen auch nicht geholfen

  • 1
    9
    Echo1
    24.05.2020

    Nach diesen minimalen Zahlen der Infektion! MDR aktuell mit Coronahinweisen: Meiden Sie Kranke und
    ältere Menschen!
    @MüllerF und das halten Sie auch für richtig, Alte und Kranke gleichzusetzen?
    Als nicht die Oma zu besuchen! Da kommt bei mir ein Aufschrei, was man da verlangt.
    Wer die Empfehlung annimmt, macht die
    Alten noch einsamer und dann wirklich krank. Und das ist unmenschlich. Und so etwas will Rammelow bestimmt nicht. Und
    Sie bestimmt auch nicht? Und darum geht es hier auch.

  • 9
    3
    MuellerF
    24.05.2020

    @ Echo1:
    Diese Antwort zu Jebsen befriedigt mich nicht, denn ich wusste schon, dass Sie das so sehen- haben Sie ja schon oft mit ähnlichen Worten gesagt.
    Es ging um die offensichtliche Diskrepanz zwischen seinen Worten & seinen Taten bzgl. dem Tragen der Maske.

    Was ich WILL & was ich für SINNVOLL halte, sind 2 Paar Schuhe, begreifen Sie das doch mal!
    Ich möchte Sie auch nicht beleidigen, aber bei ihnen scheint mir das genau andersrum zu sein: Sie interpretieren bzw. ignorieren Fakten unter dem Blickwinkel dessen, was Sie wollen.
    Das ist aber nicht kritisch / wachsam sein, sondern nur irrrational.
    Ich glaube, Sie meinen es eigentlich gut im Sinne unserer Bürgerrechte, sind aber schlecht, bzw. falsch informiert von Typen wie Jebsen.
    Tut mir leid, aber Sie lassen sich da belügen- von Lügnern, die dauernd mit dem Finger auf andere zeigen.

  • 2
    9
    Echo1
    24.05.2020

    @MüllerF also habe ich mich in Ihnen geirrt.
    Nicht mit allen Massnahmen gegen Corona
    waren Sie einverstanden. Okay
    Aber Sie wollen keine weitere Öffnungen?
    Und sind nicht einverstanden mit den Gedanken
    von Rammelow?
    Und in Jebsen sehe ich keinen Verschwörungstheoretiker.
    Er artikuliert Dinge, die nicht von der Hand zu weisen sind und diskutiert werden müssten.

  • 7
    2
    MuellerF
    24.05.2020

    @ Echo1: " Das wäre doch nur in den 14 Tagen möglich.
    Kleines Zeitfenster."

    In 14 Tagen kann man eine Menge Leute anstecken.
    Wie viele genau, hängt dabei von der Anzahl & Dauer der Kontakte & dem Tun & Lassen bzgl. Vorsichtsmaßnahmen ab.

  • 9
    2
    MuellerF
    24.05.2020

    "Das wäre doch nur in den 14 Tagen möglich."

    Auch wieder falsch. Das ist ein Mittelwert-man kann deutlich länger infektiös sein. Und wenn Sie nicht wissen, (seit) wann Sie infektiös sind, können Sie auch nicht wissen, wann Sie es nicht mehr sind!

    "Und mit der Maske schützt man sich auch selbst."

    Ein wenig, ja. Es geht aber in erster Linie darum, keine infektösen Aerosole auszustoßen. Einatmen kann man die trotzdem, da die eigene Atemluft ja die Maske anfeuchtet. Nur FFP2/3 verhindert das.

    "Und diese Ängste verbreiten Sie seit Monaten, auch mit den Spritzen, die kommen müssen."

    Zeigen Sie mir ein Zitat, wo ich das getan habe!
    Ich bin mir sicher, das nicht getan zu haben. Angst vor einer Spritze haben ja wohl SIE- wohlgemerkt vor einem Impfstoff, der noch nicht mal existiert!

    "Staatsnnah 1 : 1 von Anfang an"

    Auch falsch. Ich habe unter anderem das anfängliche Verbot des allein-in-der-Öffentlichkeit- Sitzens und die Schließung der Wochenmärkte kritisiert.

    "und fahren jeden Bedenkenträger in die Parade."

    Ich mache von der Meinungsfreiheit Gebrauch.

    Nach dieser ausführlichen Antwort wäre es nett, wenn Sie nun auch meine Frage zu Herrn Jebsen beantworten würden!

  • 4
    10
    Echo1
    24.05.2020

    @MüllerF die zu DDR-Zeiten nichts hinterfragt haben, was von Oben kam, nannten wir die Dunkelroten.
    Möchte Ihnen nicht zu nahe treten.
    Sie nicht beleidigen. Wie hoch ist denn das
    Risiko, wenn doch einer Corona hat, dass der jemanden ansteckt? Das wäre doch nur in den 14 Tagen möglich.
    Kleines Zeitfenster. Ohnehin tatsächlicher
    Rückgang. Und mit der Maske schützt man
    sich auch selbst. Sie suggerieren, Schutz gibt es nur, wenn alle Masken tragen. Und diese Ängste verbreiten Sie seit Monaten, auch mit den Spritzen, die kommen müssen. Staatsnnah 1 : 1 von Anfang an und fahren jeden Bedenkenträger in die Parade.

  • 5
    7
    Hinterfragt
    24.05.2020

    Richtig Herr Ramelow.

    Bei manch einem wundere ich mich, dass er überhaupt bis Corona selbstständig überlebt hat, ohne immer genaue Anweisungen zum jeweiligen Tun ...
    Für diese Leute gibt es eigentlich nur ein Ziel - Nordkorea, da wird alles ganz genau vorgeschrieben und festgelegt. Da braucht man sich keinen eigenen Kopf machen ...

  • 6
    4
    MuellerF
    24.05.2020

    @Echo1: Sie haben es ja immer noch nicht begriffen! Die Masken sollen nicht davor schützen, sich selbst, sondern andere Menschen zu infizieren! Vor der eigenen Ansteckung schützen nur FFP2/3-Masken & die gibt es nicht in ausreichender Menge für Privatpersonen.

    Und da Sie Herrn Jebsen erwähnten- wie erklären Sie sich, dass der auf einer seiner letzten Demos eine Atemschutzmaske trug, als er nach deren Ende wieder in sein Fahrzeug stieg? Der lehnt die Dinger doch aus verschiedenen Gründen ab!
    Kann es sein, dass er der Öffentlichkeit was anderes erzählt, als er selbst glaubt?
    Sieht jedenfalls ganz so aus!

  • 6
    2
    Hinterfragt
    24.05.2020

    @GPZ; "...Also Geschäfte, die die Mundschutzpflicht aufheben, würde ich nicht mehr betreten..."
    Schön, da haben die anderen mehr platz ...

    Haben Sie sich mal genau angeschaut, wie es in der Regel mit dem Mund-Nasenschutz aussieht? Da ist mir bei weitem lieber wenn jemand gar keinen hat, denn da halte ich mich einfach entfernt ...

    Das Teil hängt vorm Laden, Bus, Bahn, ... einfach nur so um den Hals, wird dann beim jeweiligen Betreten nach oben gezogen- natürlich immer schön dabei mit den Fingern die Innen.- und Außenseite berührt.
    Dann wird im Laden , obwohl überall Schilder hängen "Berühren Sie nur das, was Sie auch kaufen" , erstmal alles angetatscht - natürlich mit den evtl. infektiösen Fingern, welche vorher den MNS nach oben gezogen haben ...
    Einen Nachweis, wenn der MNS zu letzten Mal richtig desinfiziert wurde, wird auch nicht verlangt - als alles eine riesengroße Augenwischerei die einen Pseudoschutz vorgaukelt.

  • 4
    7
    Echo1
    24.05.2020

    @GPZ wenn einer nicht merkt, dass er Corona hat, aber in dieser Zeit von 14 Tagen
    einen ansteckt. Deshalb kann der Ängstliche
    die Maske tragen. Suchen wir noch eine andere Ansteckungsmöglichkeit. Einer ist
    immun und schleudert trotzdem Viren heraus? Gibt es nicht. Oder doch?
    Das würde wieder nur in Richtung ungesunder Angstmache gehen.
    Und das stellen wir endlich mal ab.
    Das wäre das Zurück in die Normalität.

  • 1
    1
    GPZ
    24.05.2020

    @ChWtr: mytime: Ich habe Mitte März bestellt, keine Frischwaren möglich, Lieferung Konserven/Trockenprodukte war Ende April.

  • 9
    1
    GPZ
    24.05.2020

    @Echo1: Sie können auch ohne Symptome ansteckend sein!!!

  • 4
    2
    MuellerF
    24.05.2020

    @GPZ: Gern geschehen!

  • 4
    10
    Echo1
    24.05.2020

    Für mich ist Rücksichtsnahme wichtig.
    Das kann aber normal ablaufen.
    Wenn ich gesund bin, brauche ich die Maske nicht und stecke auch keinen an.
    Halte trotzdem zusätzlich noch einen Abstand zum Vordermann ein. Wenn ich
    Fieber habe, gehe ich nicht arbeiten oder
    einkaufen. Das wäre die richtige Normalität. Aber diese Angsthype, der ohne Maske könnte doch Virenträger sein
    ist Quatsch. Der Ängstliche darf dann trotzdem sich noch vermummten. Alles freiwillig.

  • 3
    2
    GPZ
    24.05.2020

    @MuellerF: Danke. Das kannte ich noch nicht.

  • 4
    2
    ChWtr
    24.05.2020

    https://www.mytime.de/

    Es gibt einen Frischeaufschlag bei kühlpflichtigen Produkten (5,90 EUR). Die Versandkosten von 4,99 EUR entfallen ab einem Warenwert von 70 EUR.

    Lieferung über DPD oder DHL.

  • 3
    1
    MuellerF
    24.05.2020

    @GPZ: https://www.wirbringenes.de/

  • 3
    2
    GPZ
    24.05.2020

    @MuelleF: Rewe bietet in vielen Städten einen Lieferservice - in Chemnitz nicht, was ich traurig finde. In der starken Phase gab es nicht mal die Abholung. Ich habe Lieferdienste nur für Konserven gefunden, die mehrere Wochen Lieferzeit hatten. Wenn sie einen Lieferdienst kennen, der Butter, Wurst, Käse, Fleisch und andere Kühlschrankwaren gekühlt und kontaktlos liefert - gern teurer - ich freue mich über jeden Hinweis - da habe ich nämlich nichts gefunden. Auch bofrost hat so etwas nicht im Angebot, ein Biohof auch nicht.

  • 0
    3
    MuellerF
    24.05.2020

    @GPZ: Es gibt durchaus auch für Chemnitz Online-Lieferdienste für Lebensmittel. Allerdings sind diese je Produkt immer ca. 50% teurer als die Ladenpreise - kann sich wohl nicht jeder dauerhaft leisten. Bei Rewe (am Wall) gibt es die Möglichkeit, einen Warenkorb vorzubestellen & abzuholen - aber sicher auch gegen einen Preisaufschlag.

  • 6
    11
    gelöschter Nutzer
    24.05.2020

    @ChWtr: Zustimmung. Es scheint, als haben einige nur die Überschrift gelesen und den Text höchstens überflogen.
    Was Herr Ramelow anstrebt, ist eher eine Art Feinabstimmung bei Schutzmaßnahmen anstatt flächendeckender Einschränkungen, gepaart mit dem Appell an die Bürger, verantwortungsbewusst miteinander umzugehen.

  • 11
    5
    GPZ
    24.05.2020

    Also Geschäfte, die die Mundschutzpflicht aufheben, würde ich nicht mehr betreten. Wenn man ohne Mundschutz nur sich selbst gefährden würde, wäre es mir egal. Dann könnte ich mich schützen. Nur schützt man damit die anderen vor sich selbst. Wenn von 100Kunden einer keinen trägt und infiziert ist, gefährdet er die 99, die sich rücksichtsvoll verhalten. Und auf die Rücksichtnahme ALLER zu setzen, ist leider sehr optimistisch und wenig realitätsnah. Was ich auch schade finde: Dass in einer Großstand wie Chemnitz kein Supermarkt einen Lieferservice bietet.

  • 13
    5
    KTreppil
    23.05.2020

    Vor dem Posten auch bedacht, dass Gebote Vernunft voraus setzen? Diese ist aber leider nicht immer gegeben. Sonst bräuchte man ja auch keine Gesetze, Vorschriften und Bußgeld-Kataloge, mal darüber nachgedacht? Unvernunft ist auch etwas Typisches...
    Ich habe jedenfalls keine Lust auf erneute 15 km Ausgangsbeschränkungen wegen Unvernunft. Danke

  • 6
    14
    ChWtr
    23.05.2020

    Typisch.

    Wer sagt, dass Abstandsregeln aufgehobenen werden?

    Statt Verbote = Gebote in Thüringen.
    Super und clever vom BR.

    Das wollten doch die Spaziergänger. Mit dem gebotenen Abstand (und Anstand...) die neuen Freiheiten genießen.

    Rücksichtsnahme wird ja nicht aufgehoben. Die schließt sich immer ein. Immer!

    Bitte kurz überlegen - nur kurz, ein bissl nachdenken und dann (vielleicht) posten. Danke.

  • 16
    5
    KTreppil
    23.05.2020

    Warum wird immer gleich übertrieben? Manche der Beschränkungen waren übertrieben, viele aber wahrscheinlich nötig um dahin gekommen zu sein, wo wir nun zum Glück sind. Ich bin froh, dass vieles gelockert wurde und hoffe, dass es locker bleiben kann. Aber doch nicht gleich alles?! Das ist doch auch völlig überzogen. Abstandsgebote, Mundschutz und einige andere Regeln sollten meiner Meinung nach schon noch etwas bleiben. Ich persönlich habe einfach keine Lust darauf, dass es irgendwann wieder zu Zuständen und Beschränkungen wie um Ostern herum kommt. Vorsicht ist besser als Nachsicht, wäre man schon im Februar vorsichtiger geworden, wäre es vielleicht gar nicht so weit gekommen. Daraus sollten die richtigen Lehren gezogen werden. In Sachsen bitte lieber langsam aber sicher vorgehen.

  • 6
    16
    1371270
    23.05.2020

    Da wird mir doch der Herr Ramelow richtig sympathisch!