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Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen mehrere mutmaßliche Hamas-Mitglieder. (Archivbild)
Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen mehrere mutmaßliche Hamas-Mitglieder. (Archivbild) Bild: Christoph Schmidt/dpa
Deutschland
Waffen für Hamas-Anschläge? Weiterer Verdächtiger gefasst

Mehrere Männer sollen für mögliche Hamas-Anschläge Waffen beschafft und versteckt haben. An der Grenze zu Dänemark nehmen Beamte nun erneut einen Verdächtigen in dem Komplex fest.

Karlsruhe/Flensburg.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen mutmaßliche Mitglieder und Waffen-Beschaffer der Terrororganisation Hamas hat die Bundesanwaltschaft einen weiteren Verdächtigen festnehmen lassen. Der Mann wurde am Donnerstag bei seiner Einreise aus Dänemark in einem Zug nach Flensburg durch Beamte des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei gefasst, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte.

Die obersten deutschen Strafverfolger werfen ihm vor, in die Beschaffung von Waffen für die Hamas involviert zu sein. Er soll die Waffen in Hessen von einem mutmaßlichen Hamas-Mitglied angenommen und nach Berlin zu einem weiteren mutmaßlichen Hamas-Mitglied gebracht haben. Die beiden Komplizen sitzen schon in Untersuchungshaft – einer seit Anfang Oktober, einer seit Mittwoch.

Der nun zunächst vorläufig im Zug festgenommene Mann soll am Freitag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über den Erlass eines Haftbefehls und die Untersuchungshaft entscheidet. Ihm werden unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz zur Last gelegt.

Anschläge auf jüdische Ziele geplant?

Erst am Dienstagabend hatten Beamte des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei ein mutmaßliches Mitglied der Hamas nach dessen Einreise aus Tschechien festgenommen. Der Mann soll von Deutschland aus Waffen beschafft haben, die mutmaßlich für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa genutzt werden sollten.

Die dänische Polizei hatte in Kopenhagen und der Umgebung zudem Räumlichkeiten des Festgenommenen und eines weiteren Beschuldigten durchsucht, hieß es in einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft.

Frühere Festnahmen in Berlin und London

Die beiden jüngsten Festnahmen stehen im Zusammenhang mit denen dreier mutmaßlicher Hamas-Mitglieder Anfang Oktober. Als Auslandsoperateure der Organisation sollen sie von Deutschland aus unter anderem ein Sturmgewehr, Pistolen und Munition beschafft haben. Einen konkreten Anschlagsplan gab es aber wohl noch nicht. Die drei Männer wurden am 1. Oktober in Berlin gefasst und sitzen seitdem alle in Untersuchungshaft.

In Wien wurde kürzlich im selben Ermittlungs-Komplex ein Waffenversteck ausgehoben. Wie Österreichs Verfassungsschutzbehörde DSN mitteilte, wurden dabei fünf Faustfeuerwaffen und zehn Magazine sichergestellt. In London wurde zudem ein Mann festgenommen, der nach Angaben der Bundesanwaltschaft als Mitglied der Hamas die Waffen nach Wien transportiert und dort eingelagert haben soll. Er soll nach Deutschland überstellt werden. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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