Wagenknecht: Rot-Rot-Grün kein attraktives Projekt

Berlin (dpa) - Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat nach dem Start ihrer linken Sammlungsbewegung ihre Absage an ein rot-rot-grünes Bündnis bekräftigt.

«Solange die SPD an der Agenda 2010 festhält und auch die Grünen nichts wesentlich anders machen wollen als Frau Merkel, ist Rot-Rot-Grün für die Wähler kein attraktives Projekt», sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Veränderung der Politik beginne mit der Veränderung der Parteien. «Erst dann gibt es auch wieder die Chance auf andere Mehrheiten», sagte Wagenknecht. «Eine neue Regierung, die endlich wieder für die Mehrheit der Bevölkerung Politik macht und nicht für Wirtschaftslobbyisten, ist das Ziel von #Aufstehen.»

Wagenknechts neue linke Sammlungsbewegung trägt den Namen «Aufstehen». Die Website www.aufstehen.de ging am Samstag online und kündigte den «Start der Bewegung» für den 4. September an. Die Internetpräsenz enthielt zunächst aber keine politischen Erklärungen, sondern lediglich eine Sammlung von Videos, in denen Bürger über Probleme in Deutschland und über ihre Hoffnungen sprechen.

Der frühere Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine sagte der «Welt am Sonntag»: «Wir verstehen uns nicht als Partei, sondern als eine Bewegung, die eine inhaltliche Erneuerung der Politik in unserem Land anstrebt.» Diese Bewegung sei bewusst überparteilich und lade alle zum Mitmachen ein, «die sich mehr soziale Gerechtigkeit und eine friedliche Außenpolitik wünschen und die für die Erhaltung unserer Umwelt eintreten».

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