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Die Bundesanwaltschaft hat einen Mann festnehmen lassen. (Archivbild)
Die Bundesanwaltschaft hat einen Mann festnehmen lassen. (Archivbild) Bild: Christoph Schmidt/dpa
Deutschland
Weiteres mutmaßliches Mitglied der Hamas festgenommen

Anfang Oktober ließ die Bundesanwaltschaft drei mutmaßliche Hamas-Mitglieder festnehmen. Nun konnte ein weiterer Verdächtiger bei seiner Einreise aus Tschechien gefasst werden.

Karlsruhe.

Die Bundesanwaltschaft hat ein weiteres mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation Hamas festnehmen lassen. Der Mann soll Waffen beschafft haben, die mutmaßlich für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa dienen sollten, wie die Karlsruher Behörde mitteilte.

Beamte des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei nahmen den Mann demnach am Dienstag bei seiner Einreise von Tschechien nach Deutschland auf der Bundesautobahn 17 fest. Am Mittwoch wurde er nach Karlsruhe gebracht, wo der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs Haftbefehl erließ und den Vollzug der Untersuchungshaft anordnete.

Die dänische Polizei habe in Kopenhagen und der Umgebung zudem Räumlichkeiten des Festgenommenen und eines weiteren Beschuldigten durchsucht, hieß es weiter.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, es sei noch nicht klar, ob die jüngste Festnahme und die Durchsuchungen im Nachbarland in diesem Ermittlungskomplex "schon die letzte Maßnahme war".

Drei Festnahmen im Oktober

Die Bundesanwaltschaft wirft dem im Libanon geborenen Beschuldigten die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. Im August 2025 habe er sich in Deutschland ein vollautomatisches Gewehr, acht Pistolen sowie über 600 Schuss Munition beschafft. Diese habe er im Anschluss nach Berlin zu einem weiteren, bereits in Untersuchungshaft sitzenden mutmaßlichen Hamas-Mitglied transportiert. Die Waffen und die Munition wurden bei der Festnahme des mutmaßlichen Komplizen sichergestellt.

Am 1. Oktober hatte die Bundesanwaltschaft in Berlin bereits drei mutmaßliche Mitglieder der Hamas festnehmen lassen. Als sogenannte Auslandsoperateure der Organisation sollen sie von Deutschland aus unter anderem ein Sturmgewehr, Pistolen und Munition beschafft haben. "Die Waffen sollten der Hamas für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland dienen", erklärte damals die Behörde. Einen konkreten Anschlagsplan gab es aber wohl noch nicht. Laut Dobrindt ging es um ein Ziel "wahrscheinlich im Berliner Raum".

Waffenversteck in Wien

Im Zusammenhang mit diesen Festnahmen wurde kürzlich in Wien ein Waffenversteck ausgehoben. Wie Österreichs Verfassungsschutzbehörde DSN mitteilte, wurden dabei fünf Faustfeuerwaffen und zehn Magazine sichergestellt. "Das Waffenlager wird auslandsoperativen Strukturen der terroristischen Vereinigung Hamas zugerechnet", hieß es.

In London wurde vergangene Woche zudem ein weiterer Mann festgenommen, der als Mitglied der Hamas Waffen nach Wien transportiert und dort eingelagert haben soll. Nach Angaben der DSN handelt es sich um einen 39 Jahre alten Briten. Er soll nach Deutschland überstellt werden. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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