Zentralrat-Vize: Von AfD getragene Regierung nicht annehmbar

Dessau-Roßlau (dpa) - Eine von der AfD mitgetragene konservative Minderheitsregierung wäre für den Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland ein Anlass auszuwandern. «Wenn das so weit wäre, wäre das ein Grund, Deutschland zu verlassen», sagte Mark Dainow der Deutschen Presse-Agentur in Dessau-Roßlau. Mit Blick auf die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen und den Anschlag von Halle sagte er, dass er hoffe, dies seien Weckrufe für die CDU gewesen, niemals mit der AfD zu kooperieren. Dies gelte explizit auch für Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalts CDU-Fraktionsvize Lars-Jörn Zimmer hatte entgegen der Linie der Bundespartei eine CDU-Minderheitsregierung als denkbar bezeichnet und damit auch im Landesverband Kritik geerntet. «Ich kann keine 25 Prozent der Wählerinnen und Wähler einfach vor den Kopf stoßen und sagen, mit euren Vertretern rede ich nicht», sagte er am Sonntag im ZDF-Magazin «Berlin direkt». In Sachsen-Anhalt sitzt die AfD mit 25 Prozent der Stimmen im Landtag. In der Vergangenheit war Zimmer als Mitverfasser eines Papiers aufgefallen, laut dem es gelingen müsse, «das Soziale wieder mit dem Nationalen zu versöhnen».


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6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    6
    SimpleMan
    13.02.2020

    @Urlaub2020 " ... Es darf doch keine Schande sein sich als Deutscher zu fühlen und dazu zustehen.Ich kann doch mein Vaterland nicht verleugnen oder wie manche ihre Muttersprache. ..." Und was hat das mit der AfD zu tun? Ganz im Gegenteil, diese Partei beleidigt und denunziert Bürger dieses Landes.

  • 5
    11
    Freigeist14
    13.02.2020

    Urlaub@ was bedeutet denn , "Dazu zu stehen , Deutscher zu sein " ?

  • 3
    18
    Distelblüte
    13.02.2020

    @Lesemuffel: Sie schreiben mir "Versündigen Sie sich nicht an unserem Land."
    Können Sie mir erklären, wie genau Sie das meinen? Und was jemand tut, der sich an Deutschland versündigt? (Interessante Wortwahl übrigens für einen Atheisten.)

  • 19
    10
    Lesemuffel
    13.02.2020

    Distelblüte Immer wieder Ihre "Teufel an die Wandmalerei". Wünschen Sie eine "klinisch reine Gesellschaft"? Wo ist diese? Versündigen Sie sich nicht an unserem Land. Während meines Besuch in der jüdischen Gemeinde hörte ich nichts von dieser Gefahr. Es wurde der Wunsch ausgesprochen, nicht laufend von bestimmten Kreisen instrumentalisiert zu werden, die nur ihr Süppchen, ein ganz anderes kochen wollen. Wir möchten gar
    nicht als "Sonderstatus" behandelt werden. Wenn Sie wissen möchten wie die Lage in der Bundesrepublik tatsächlich ist, hören Sie sich einfach mal das "Narrenschiff" von Reinhard May an. Mal nach denken!

  • 7
    17
    Distelblüte
    13.02.2020

    "In der Vergangenheit war Zimmer als Mitverfasser eines Papiers aufgefallen, laut dem es gelingen müsse, «das Soziale wieder mit dem Nationalen zu versöhnen»."
    Angesichts solcher Aussagen (von einem Politiker der cdu) kann ich sehr gut verstehen, dass sich jüdische Mitbürger darauf vorbereiten, Deutschland zu verlassen. Ist es schon wieder so weit?

    @Urlaub: ist Ihre Antwort ein Äquivalent zu "Juden raus"?

  • 7
    17
    Urlaub2020
    13.02.2020

    Dieser Hr.Zimmer hat natürlich Recht den diese 25%sind Ihrem Land verbunden und keine Nazis wie einige immer wieder lautstark betonen.Es sind freie Bürger die die Demokratie ausleben indem Sie frei Wählen.Hr.Dainow kann ebenso frei Entscheiden wo er Wohnen möchte.Es darf doch keine Schande sein sich als Deutscher zu fühlen und dazu zustehen.Ich kann doch mein Vaterland nicht verleugnen oder wie manche ihre Muttersprache.