Zwei Zugunglücke in Tschechien - Tote und Verletzte

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Bei einem Bahnunfall im Südwesten des Landes gab es drei Tote. Ein Zug kam aus München. Am Mittwochmorgen hat sich ein weiteres Zugunglück ereignet: Auf der Strecke Dresden Prag entgleiste ein Güterzug.

Am Mittwochmorgen kurz nach 8 Uhr kam es in Südböhmen in Milavče nahe der Grenze zu Bayern zu einem schweren Zugunglück. Ein Expresszug aus München nach Prag stieß zwischen Domažlice und Blížejov mit einem Regionalzug zusammen. Die Rettungskräfte meldeten drei Tote: die zwei Lokführer sowie eine Reisende. Vier Personen sind schwer, weitere drei mittelschwer verletzt. Dazu kommt eine Vielzahl an leicht Verletzten. Weitere fünf Personen sind schwer, drei mittelschwer verletzt. 38 Menschen seien verletzt worden, sieben von ihnen seien in einem kritischen Zustand.

Vor Ort sind Dutzende Rettungskräfte sowie vier Hubschrauber im Einsatz. Es helfen auch Einsatzkräfte aus Bayern. Das Unglück ereignete sich auf der Hauptstrecke Pilsen-München. Verkehrsminister Karel Havlíček schrieb auf Twitter, dass der Expresszug vor dem Unglück ein Haltesignal durchfahren habe.

Der Expresszug München-Prag habe nach ersten Erkenntnissen bei Domazlice ein Haltesignal überfahren. Er sei dann mit dem Nahverkehrszug, einem sogenannten RegioShark, kollidiert. Letzterer verkehrt auf der Strecke Pilsen (Plzen)-Domazlice.

Die Länderbahn hat für Fahrgast- und Angehörigenfragen eine Hotline eingerichtet: 0341 9135 4040.

Am Mittwochmorgen gab es einen weiteren Zugunfall in Tschechien. In Kralupy nad Vltavou, 15 Kilometer nordwestlich von Prag, ist ein Güterzug entgleist. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Bahnstrecke zwischen Kralupy und Libčice wurde vollständig gesperrt. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Bahnverkehr, denn das Unglück ereignete sich auf dem Bahnkorridor Dresden-Prag.

Auf tschechischen Eisenbahnstrecken kommt es immer wieder zu Unfällen. Die Sicherheitstechnik gilt vielerorts als veraltet. Die Regierung hat ein Modernisierungsprogramm auf den Weg gebracht. Erst vor einem Jahr waren im Erzgebirge nahe der deutschen Grenze zwei Züge frontal zusammengestoßen. Dabei waren zwei Menschen gestorben, darunter ein Deutscher. (mit dpa)

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels wurde vermeldet, dass einer der beiden Lokführer ein Deutscher ist. Das hat sich jedoch als falsch herausgestellt. 

 

 

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