Ein Mini-Royal für Harry und Meghan

Die Familie der Queen wird immer größer: Die Schar ihrer Urenkel ist auf acht gewachsen. Prinz Harry und Meghan sind Eltern geworden.

London (dpa) - Nicht mal ein Jahr ist es her, dass Harry und Meghan vor Millionen von Zuschauern ihre Traumhochzeit feierten. Nun folgt schon die Krönung: Der Prinz und die Herzogin von Sussex sind Eltern geworden - ein neuer Mini-Royal für die Briten.

Der Junge kam Montagfrüh um 06.26 MEZ zur Welt - und belegt nun den siebten Rang in der Thronfolge. Aber für viele Briten steht das Neugeborene trotzdem ganz weit oben auf der Royal-Fan-Skala: Immerhin gilt sein Vater, Prinz Harry (34), als beliebtestes Mitglied der Königsfamilie. Einst das Sorgenkind der Nation, scheint er seit der Hochzeit erwachsen. Das Baby setzt dem buchstäblich die Krone auf.

Aber wie wird sich die kleine Familie nun präsentieren? Kate (37) und William (36) gelten als makellos mit ihren drei niedlichen Kindern - die perfekte Familie. Für manchen ist das etwas zu glatt.

Harry dagegen galt lange als Enfant terrible am Palast, die Öffentlichkeit verzieh ihm Alkohol- und Cannabisgeschichten, Prügelattacken und bizarre Partyauftritte. Die frühere Schauspielerin Meghan Markle war für viele Royal-Fans trotzdem alles andere als passend: Die bürgerliche US-Amerikanerin war schon einmal verheiratet, sie hat afroamerikanische Wurzeln, war schon freizügig im TV zu sehen - und ständig melden sich Verwandte in der Klatschpresse zu Wort und machen die 37-Jährige schlecht.

«Meghan wird manchmal in der britischen Presse unfair behandelt, aber das war bei Kate auch so», sagte William Hanson, ein Royal- und Benimmexperte, in London. «Meghan hat aber häufiger gegen das höfische Protokoll verstoßen. Sie hat sich aber gebessert - und sie war nie schrecklich.» Für viele Fans brachte Meghans Einzug in die «Royal Family» aber auch frischen Wind in die Monarchie.

In ihrem Ehegelübde versprach sie keinen Gehorsam, spätestens seit der umjubelten Hochzeit lässt sie sich als modernes Gesicht der Königsfamilie und als Feministin vermarkten. Auch mit rundem Babybauch zeigte sie sich bei öffentlichen Auftritten mit nackten Schultern und dunkel lackierten Fingernägeln - so hatte man Kate nie gesehen. Erst im Februar hatte Meghan während eines Besuchs bei einer Hilfsorganisation aufmunternde Botschaften für Prostituierte auf Bananen geschrieben; viele machten ihr das nach.

Mit Kate soll sich Meghan allerdings nicht so gut verstehen - möglicherweise sehen sich die beiden als Konkurrentinnen. Das könnte mit ein Grund dafür gewesen sein, dass Harry und Meghan nicht mehr Nachbarn von Prinz William und Kate im Londoner Kensington-Palast sind. Stattdessen wohnen sie jetzt ganz in der Nähe der Queen auf dem Gelände von Schloss Windsor.

Für die Monarchin wächst mit dem Baby die Urenkel-Schar: Neben acht Enkeln hat sie nun auch acht Urenkel. Auf dem siebten Platz der Thronfolge könnte das Kind von Harry und Meghan etwas mehr Freiheiten haben als George, Charlotte und Louis.

Wie bei Königs üblich, wurde der Name des Nachwuchses noch nicht genannt - und es darf weiter spekuliert werden. Genauso fragen sich die Fans des Königshauses wohl, wie es nun weitergeht: Wie wird das Baby aufwachsen? Wird man die Familie noch oft in der Öffentlichkeit sehen - oder werden sie sich mehr oder weniger zurückziehen? 

Britische Medien spekulierten bereits, dass Meghans Mutter nach London zu ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn ziehen könnte, um näher beim Enkelkind zu sein. Zur Geburt war die US-Amerikanerin bereits nach Windsor angereist. Das Verhältnis zwischen Meghan und ihrer Mutter gilt als besonders eng. Ganz im Gegensatz zum Vater.

Kurz vor der Hochzeit kam es zu einem schweren Zerwürfnis, unter anderem weil Thomas Markle mit gestellten Paparazzi-Fotos Geld machen wollte. Seine Teilnahme an der Hochzeit seiner Tochter sagte er wegen Herzproblemen ab. In einem Interview schimpfte er, dass ihn Königin Elizabeth II. noch nicht empfangen habe - dabei sei er längst nicht so schlimm wie US-Präsident Donald Trump. Dass Markle schon bald sein Enkelkind im Arm halten wird, gilt als unwahrscheinlich.

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