Panorama
Assisi zeigt erstmals Gebeine des Heiligen Franziskus

Franz von Assisi liegt seit 800 Jahren in seiner Heimatstadt begraben. Bislang bekamen nur wenige seine sterblichen Überreste zu sehen. Jetzt haben sich schon mehr als 350.000 Besucher angemeldet.

Assisi.

Nach fast acht Jahrhunderten werden die sterblichen Überreste des katholischen Heiligen Franz von Assisi erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen sein. Seine Heimatstadt, die 27.500-Einwohner-Gemeinde Assisi in Mittelitalien, erwartet dazu mehrere Hunderttausend Besucher. 

Die Ausstellung beginnt am Wochenende. Nach Angaben des Franziskanerordens haben sich bereits mehr als 350.000 Menschen angemeldet, um in der päpstlichen Basilika San Francesco die Reliquien zu sehen.

Franz von Assisi (1181/82-1226) gehört zu den bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche. Er war auch Namensgeber für den vergangenes Jahr verstorbenen Papst Franziskus. Der Sohn eines reichen Tuchhändlers aus Assisi sagte sich zu Beginn des 13. Jahrhunderts mit Anfang 20 von seiner Familie los, verschrieb sich dem Glauben und führte ein Leben in absoluter Armut. Schon zwei Jahre nach dem Tod mit Mitte 40 wurde er für heilig erklärt.

Italien erklärt Todestag am 4. Oktober zum Feiertag 

Der Sarg mit seinem Leichnam wurde an einem versteckten Ort tief in die Erde eingelassen. Dort blieb er fast sechs Jahrhunderte lang. 1818 gab Papst Pius VII. den Franziskanern die Erlaubnis, das Grab freizulegen. Für den Sarkophag baute man in der Unterkirche der Basilika eigens eine neue Krypta. Seither wurden die Knochen mehrfach wissenschaftlich untersucht und auf Echtheit geprüft, zuletzt 2015. 

Die Ausstellung wird von der Kirche damit begründet, dass Gläubigen zum 800. Todestag ein "unmittelbares, sinnliches Erlebnis" ermöglicht werden solle. Die Ausstellung dauert bis zum 22. März. In Italien, als dessen Schutzpatron Franz von Assisi gilt, gehen die Feierlichkeiten auch danach weiter. Auch Papst Leo hat sich in Assisi angesagt. Der 4. Oktober, der mutmaßliche Todestag des Heiligen, wurde sogar zum gesetzlichen Feiertag erklärt. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
22.02.2026
5 min.
Heilige Konkurrenz
800 Jahre nach seinem Tod werden die Gebeine des Heiligen Franziskus zur Schau gestellt. Vor vielen Jahren wurden sie hier schon mal inspiziert. (Archivbild)
Der Reliquienkult ist in der katholischen Kirche weit verbreitet. Nun stellt sie erstmals Franz von Assisis Knochen zur Schau. Erwartet werden Hunderttausende - zumal in der Nähe noch jemand liegt.
Christoph Sator, dpa
14.03.2026
5 min.
Zehn Spiele ohne Sieg beim FCE – Veilchenfans üben sich in Sarkasmus: „Jetzt sind noch 27 Punkte zu vergeben“
André Mutschik, Patrick Lang und Kai Richter (v. l.) haben nicht mehr viel Hoffnung auf den Auer Klassenerhalt.
Nach neun Spielen ohne Sieg hat der FC Erzgebirge Aue auch am Sonnabend bei Rot-Weiß Essen mit 2:4 (3:1) verloren. „Freie Presse“ liefert die Geschichten zum Spiel. Diesmal aus der Fan-Perspektive.
Anna Neef
12:27 Uhr
4 min.
Krieg in Nahost: Fußballfamilie aus dem Erzgebirge sitzt in Bangkok fest
Anfangs war die Zeit in Bangkok noch schön, inzwischen wird sie zur Nervenprobe für René Uhle und seine Frau Anja.
René Uhle vom 1. FSV Blau-Weiß Schwarzenberg hat mit Ehefrau und Sohn einen Urlaub in Thailand verbracht. Der Trip geht ungewollt in die Verlängerung. Ende offen. Das zehrt an den Nerven.
Anna Neef
17.02.2026
5 min.
Fasten als Selbsttest und Reset-Schritt: "mal was aushalten"
Der Wunsch nach Kontrolle über Körper und Gesundheit kann laut Experten beim Fasten eine Rolle spielen. (Archivbild)
Fasten war lange eng mit Religion verbunden. Wenn Menschen heute auf Süßes, Fleisch oder Internet verzichten, geht es auch um Gesundheit, Abkehr von Überkonsum, Achtsamkeit oder Selbstoptimierung.
Yuriko Wahl-Immel, dpa
11:59 Uhr
1 min.
Simson-Moped von Parkplatz in Plauen gestohlen
Die Polizei in Plauen sucht Zeugen eines Mopeddiebstahls.
Im Stadtteil Crieschwitz ist am Samstag eine Simson S51 Enduro gestohlen worden. Die Polizei sucht Zeugen.
Swen Uhlig
12:00 Uhr
1 min.
Streik: Einschränkungen im Chemnitzer Busverkehr am Montag
Im Nahverkehr gibt es am Montag einige Ausfälle aufgrund eines Streiks.
Die Regionalbusse nach Hohenstein, Oberlungwitz und Limbach fallen aus. In der Stadt selbst sind nur wenige Linien betroffen.
Erik Anke
Mehr Artikel