Attacke auf Dunja Hayali: Frau schimpft über «Lügenpresse»

Im ZDF-«Morgenmagazin» tritt plötzlich eine Zuschauerin aus dem Studiopublikum vor die Kamera und schimpft über «Lügenpresse». Die Moderatoren bieten ihr ein Gespräch für später an.

Berlin (dpa) - Zwischenfall im ZDF-«Morgenmagazin»: Während der Livesendung am Mittwoch ist eine Frau aus dem Publikum auf die Bühne gekommen, hat Moderatorin Dunja Hayali zur Seite gedrängt und vor laufender Kamera gegen die «Lügenpresse» gewettert.

Zu dem Vorfall kam es, als die Moderatoren Hayali und Andreas Wunn gemeinsam die nächsten Themen ankündigten, darunter den Besuch von Ex-Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), und über den Pullover von Wetterexperte Benjamin Stöwe plaudern wollten. Zuvor war es um Sport gegangen.

«Müsst ihr hier eigentlich alle anlügen? Lügenpresse, Lügenfresse, oder was?!», fragte die Frau mit aggressivem Unterton. Die Moderatoren boten ihr an, später darüber zu reden, doch die Frau entgegnete zunächst nur: «Sag mal, sind bei mir die Mainzelmännchen zuhause, oder was?» Hayali (44) bot der Frau spontan den Dialog an und erntete für ihren Umgang mit der Situation unter anderem Lob von «Welt»-Chefredakteur Ulf Poschardt: Sie habe lässig, souverän und selbstbewusst die Würde der vierten Gewalt repräsentiert, schrieb er bei Twitter.

Nach einem Nachrichtenblock berichteten die Moderatoren wenige Minuten später in der Sendung, dass die Frau nicht aus dem Saal geworfen worden sei, sondern dass sie im Anschluss über den Vorfall mit ihr sprechen wollten. Das Gespräch mit der Zuschauerin habe es nach der Sendung gegeben, teilte das ZDF mit. Hayali dankte später auf Twitter allen für Zuspruch und Nachfragen. «uns geht es gut und wir sehen uns morgen im #zdfmoma wieder», schrieb sie.

«Die Sicherheitsvorkehrungen für die «ZDF-Morgenmagazin»-Sendung im ZDF-Hauptstadtstudio sind erst kürzlich noch einmal erhöht worden - jede Zuschauerin, jeder Zuschauer muss durch einen Sicherheitscheck», teilte das ZDF auf Anfrage mit. Besucher des «moma-Cafés» in Berlin, aus dem der letzte Teil der Sendung übertragen wird, werden den Angaben zufolge unter anderem mit Detektoren überprüft. Außerdem müssten Taschen vor Besuch der Sendung abgegeben werden. Vor und im Studio sei Sicherheitspersonal im Einsatz.

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