Aua! Wie ein Selfie gegen Rückenschmerzen hilft

Wir haben Rücken. Oder Nacken. Egal. Tut beides weh. Wir haben Erfahrung damit. Im Frühjahr. Im Herbst. Bei eher kühlerem Wetter also. Und da packen wir die verspannte Muskulatur am besten unters Wärmepflaster. Verdammt, autsch! Wir haben Rücken. Nacken. Und zwar jetzt. Bei dieser Hitze. Bei Sonnenschein. Wie kann das sein?

Mediziner nennen dieses Phänomen: einen Sommerrücken. Wir schwitzen. Die Haut wird feucht. Ein Lüftchen kann genügen. Und schon haben wir uns einen Zug geholt. Aua! Und nun? Ein Wärmepflaster. Bei rund 30 Grad plus. Da wird einem bereits beim Gedanken daran heiß und schlecht zugleich. Rücken. Nacken. Kreislauf.

Im Land des Horst Schlämmer, der immerzu Rücken hat, gibt es an der Ruhr-Uni Bochum wahre Nackenexperten. Und sie haben festgestellt: Wenn man hinsieht, wo es wehtut, tut es weniger weh. Ein scharfer Blick genügt. Das allein reduziert das Schmerzempfinden um zwei Stufen auf einer Zehn-Punkte-Aua-Skala. Kokolores? Hexerei? Voodoo? Nein. Reine Kopfsache. Ein Mix aus unserer Psyche, die den gefühlten Schmerz verstärkt, und neurologischen Prozessen im Hirn. Gefahr, die sich von hinten anschleicht, mag der Mensch seit Säbelzahn- tigerzeiten nicht. Was er direkt im Blick hat, macht ihm weniger Angst. Weniger An- und Verspannung. Weniger Rücken. Weniger Nacken.

Moment mal. Und wie soll das beim Rücklingsschmerz funktionieren? Beim Blick in den Spiegel verrenken wir uns doch noch mehr den Hals. Die Uni Bochum empfiehlt: eine Handykamera mit einem Selfie-stab. Klick. Klick. Klick. Fokus ins Genick. Und dann das Foto vor die Augen halten. Sollte auch bei Horst Schlämmer klappen, dem Ruhrpottrücken, den wir hier zum Schluss zitieren: "Aber mit Laufen ist jetzt nichts mehr, denn ich hab' Füße, Freunde."

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