Banküberfall in Duisburg unblutig beendet

Schwer bewaffnete Polizisten umstellen nach einem Überfallalarm eine Sparkasse in Duisburg. Was sich in dem Gebäude abspielt, bleibt stundenlang unklar. Dann endlich gibt die Polizei Entwarnung.

Duisburg (dpa) - Ein bewaffneter Banküberfall in Duisburg hat heute zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Weil noch Mitarbeiter der Sparkasse im Gebäude waren, wurden alle verfügbaren Spezialkräfte in der Region zusammengezogen. Rund drei Stunden nach dem Überfallalarm konnte die Polizei den Einsatz unblutig beenden.

Einsatzkräfte drangen gegen Mittag in das Gebäude ein und befreiten einen gefesselten Mitarbeiter aus dem Tresorraum. «Augenscheinlich war er unverletzt», erklärte die Polizei. Der oder die mutmaßlichen Täter waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Gebäude.

Spezialkräfte hatten unweit vom Tatort zuvor aber schon zwei Verdächtige festgenommen. Ob sie an der Tat beteiligt waren, blieb zunächst unklar.

Nach Informationen der Polizei hatte eine Mitarbeiterin die Filiale am Morgen noch vor der Öffnung der Sparkasse betreten. Dann war sie misstrauisch geworden und hatte die Flucht ergriffen, um die Polizei zu alarmieren. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich zwei weitere Angestellte im Gebäude befunden, eine von ihnen konnte später aus der Bank entkommen.

Die Einsatzkräfte gingen stundenlang davon aus, dass mindestens ein bewaffneter Täter noch in der Bank war. Die Bezeichnung Geiselnahme vermied die Polizei, denn es seien keine Forderungen gestellt worden.

Auf die beiden Festgenommenen passe die Täterbeschreibung, die die aus dem Gebäude entkommene Frau den Polizisten gegeben habe, sagte ein Sprecher. Die Polizei fahndete zudem nach eigenen Angaben intensiv nach einem roten, älteren VW-Golf. Der Wagen sei kurz vor dem Alarm in der Sparkassenfiliale mit zwei jungen Männern davongefahren.

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