Der Sturm richtete in verschiedenen Ländern des Mittelmeers - wie hier in Griechenland - erhebliche Schäden an.
Der Sturm richtete in verschiedenen Ländern des Mittelmeers - wie hier in Griechenland - erhebliche Schäden an. Bild: Petros Giannakouris/AP/dpa
Panorama
Behörden: Milliardenschaden durch Unwetter am Mittelmeer

Enorme Wellen, heftige Böen und Regen, Regen, Regen: Italien beklagt nach einem Sturm hohe Schäden auf verschiedenen Inseln. Auch andere Mittelmeer-Länder sind betroffen.

Palermo.

Bei schweren Unwettern ist auf Italiens Mittelmeerinseln und an der Küste nach Schätzungen der Behörden Sachschaden in Milliardenhöhe entstanden. Allein auf der größten Insel Sizilien werden die Schäden auf etwa 740 Millionen Euro beziffert. Auch auf Sardinien - ebenfalls jeden Sommer Ziel von vielen Touristen auch aus Deutschland - richteten hohe Wellen, Böen und schwerer Regen erhebliche Zerstörungen an. An der Festlandküste war insbesondere die Region Kalabrien im Süden des Landes betroffen.

Der Sturm war in den vergangenen Tagen über die Inseln und die Küste hinweggezogen. Auf Sizilien wurden in verschiedenen Küstenorten die Strände völlig überspült. In den Straßen stand das Wasser kniehoch. In mehreren Restaurants gingen durch enorme Wellen die Scheiben zu Bruch. Auf der am Meer verlaufenden Eisenbahnstrecke zwischen Messina und Catania wurde der Boden weggespült, so dass die Gleise nun praktisch in der Luft hängen. Berichtet wurde von 16 Meter hohen Wellen.

Der Regionalpräsident von Sizilien, Renato Schifani, kündigte Soforthilfen in Höhe von insgesamt mehr als 140 Millionen Euro an. Auf Sardinien sprachen die Behörden ebenfalls von Schäden in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro. Betroffen waren auch kleinere Inseln wie Lipari oder Stromboli. Auch in anderen Anrainerländern des Mittelmeers sowie auf der Insel Malta hatte der Sturm erheblichen Schaden angerichtet. In Griechenland kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
06.02.2026
4 min.
Ehemalige Ausflugsgaststätte im Erzgebirge: Warum dieses Haus eine ungewisse Zukunft hat
Andreas Schwarczenberger, Vorsitzender des Historischen Bergbauvereins Aue, der sich im Parkschlösschen in Aue ein Vereinsdomizil geschaffen hat.
Das Parkschlösschen in Aue befindet sich in einem schlechten Zustand. Dennoch hat sich jetzt ein Käufer gefunden, die Stadt will es nicht. Die Vereine, die es aktuell nutzen, stehen vor einer ungewissen Zukunft.
Heike Mann
29.01.2026
3 min.
Keine Entwarnung für sizilianische Stadt nach Erdrutsch
Mehrere Häuser in Niscemi stehen am Abgrund.
Niscemi auf Sizilien rutscht weiter ab: Mehr als 1.500 Menschen mussten schon evakuiert werden, ganze Straßenzüge sind gesperrt. Wann sich die Lage entspannt, ist völlig unklar.
11:00 Uhr
4 min.
Mittweidaer Rad-Artist freut sich auf Show mit Luc Ackermann: „Vor so einer großen Kulisse bin ich noch nie gefahren“
Max Fimmel von der HSG Mittweida trainiert derzeit regelmäßig in der Druckbude, einer Chemnitzer Skaterhalle. Den ersten großen Auftritt hat er in gut einem Monat.
Wenn am 7. März in Chemnitz die Motocross- und Fahrradshow „Go big or go home“ mit Luc Ackermann steigt, ist Max Fimmel ein Teil des Programms. Ein Startplatz für die Show in der Messe ist noch frei.
Robin Seidler
22.01.2026
2 min.
Überschwemmungen in Griechenland - Zwei Menschen sterben
In Griechenland kommt es nach Regenfällen zu Überschwemmungen.
Straßen verwandeln sich in reißende Bäche, dazu ein heftiger Sturm: Heftige Unwetter ziehen über Griechenland. Eine erste Bilanz.
11:00 Uhr
2 min.
Chemnitzer Museum stellt „Fahrzeugrebellen“ und ihre Leidenschaft vor
Die aktuelle Sonderausstellung im Fahrzeugmuseum will aufzeigen, warum ein Fahrzeug für Enthusiasten nicht einfach ein fertiges Produkt ist.
Galina Pönitz
05.02.2026
2 min.
Notlage auf der Klingenthaler Alm: Jetzt greift die Oberbürgermeisterin ein
Stadt sagt Schnee und Glätte Kampf an: Jetzt wird die Straße Zur Alm befahrbar gemacht.
Seit Wochen geht es für die Bewohner nur durch Tiefschnee zu Fuß auf die Klingenthaler Alm. Jetzt organisiert die Oberbürgermeisterin einen Winterdienst. Auch, um den Weg für Handwerker freizumachen.
Daniela Hommel-Kreißl
Mehr Artikel