Bericht: Länder wollen weitreichendes Messer-Verbot

Berlin (dpa) - Die Bundesländer streben laut einem Medienbericht ein weitreichendes Messer-Verbot in Deutschland an. Wie die «Saarbrücker Zeitung» berichtet, liegt dem Bundesrat ein Gesetzentwurf vor.

Demnach soll künftig das Mitführen von Klingen in Einkaufszentren, an Bahnhöfen, Haltestellen und bei Großveranstaltungen verboten werden können. Messerangriffe würden «weiterhin in hoher Zahl» verübt, heißt es dem Artikel zufolge in dem Entwurf der Länder Bremen und Niedersachsen. «Sie sind besonders gefährlich und beinträchtigen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.» Konkret sehe das Gesetz vor, dass Waffenverbotszonen auf Orte ausgeweitet werden sollen, «an denen sich besonders viele Menschen aufhalten». Die Wahrscheinlichkeit sei «besonders hoch», dass es an diesen Orten zu Übergriffen komme.

Die Verschärfung sieht demnach darüber hinaus vor, dass feststehende Messer mit einer Klingenlänge von mehr als sechs Zentimetern nicht mehr in der Öffentlichkeit mitgeführt werden dürfen - bislang sind maximal zwölf Zentimeter erlaubt. Der Umgang mit Springmessern soll unabhängig von der Klingenlänge komplett verboten werden. Laut Zeitung wird mit einer breiten Zustimmung im Bundesrat gerechnet.

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5Kommentare
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  • 3
    0
    Nixnuzz
    13.05.2019

    Gab doch vor x Monaten so eine Attacke, wo der Täter sich erst im Laden umgesehen hatte, rausging und wieder reinging, verpacktes Messer (Brotmesser oder so.) vom Ständer nahm, rausgerannt ist und auf die Passanten eingestochen hat. Wurde von Passanten überwältigt!! Ob da ein Verbot bei dem Geisteszustand weitergeholfen hätte??

  • 3
    1
    Hinterfragt
    13.05.2019

    Der Leidtragende wird dann mal wieder der "Otto-Normalbürger" sein ...

    @kartracer; Richtig, geistlos trifft den Nagel auf den Kopf.

    Man denke sich nur aus, man verbietet jeglichen Autoverkehr in den Innenstädten, weil doch auch mit Fahrzeugen schon Anschläge/ Straftaten durchgeführt wurden ...

  • 5
    2
    Malleo
    12.05.2019

    ...und wer kontrolliert das?
    PR Gag ohne jeglichen substantiellen Hintergrund.

  • 7
    0
    kartracer
    12.05.2019

    Nicht schlecht, hat auch jemand den ganzen Geschäften, die Haushaltwaren oder Sportartikel ( Tauchsport) verkaufen, ein Verkaufsverbot erteilt?
    Die befinden sich in der Regel in Einkaufszentren, und wer diese Läden mit einem solchen Messer verlässt, begeht eine Straftat!
    Wenn in der nächsten Zeit Straftaten mit Knüppeln verübt werden, sind dann auch Gehilfen verboten?
    Gesetze sollten bitte im realitätsnahem Umfeld erbracht werden, und nicht im Betonbunker fernab jeglichen Lebens.
    Solche geistlose Gesetze kehren das Gefühl der Sicherheit im Land, in das Gegenteil nämlich der Angst um!

  • 5
    3
    vomdorf
    12.05.2019

    Wer, um alles in der Welt, geht denn ständig mit einem Messer „im Gepäck“ auf die Straße?
    Otto Normalverbraucher sicher nicht, und das Klientel, das es betrifft, wird sich einen Scheiß draus machen, denn es passiert ihnen ja doch nichts, wenn sie erwischt werden.



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