Christian Redl lockte Wolf mit Leberwurst heran

Schauspieler Christian Redl hat beim neuen ZDF-«Spreewaldkrimi» einen echten Wolf zum Partner vor der Kamera gehabt.

Berlin (dpa) - Christian Redl hat im neuen ZDF-«Spreewaldkrimi» ein Raubtier als Partner. «Es war schon etwas sehr Besonderes, so einem Tier in die Augen zu schauen. Es war ja kein Hund, der vielleicht nur spielen möchte, sondern tatsächlich ein Raubtier, das sein Gegenüber mit kaltem Blick fixiert.»

«Es war nicht ganz ungefährlich», sagt der 72-Jährige Schauspieler im ZDF-Interview. Selbstverständlich habe der Wolf unter Aufsicht gestanden. Er sei sehr scheu gewesen und schien immer auf der Hut gewesen zu sein. «Damit er mir so nahe kommt, wie es im Film zu sehen ist, hatte man mir Leberwurst auf die Hand geschmiert, um ihn zu locken. Zögerlich beschnupperte er sie, um sie dann genüsslich abzulecken. So jedenfalls konnten wir seine Scheu überlisten, und seltsamerweise hatte ich die ganze Zeit über volles Vertrauen in ihn».

Kommissar Krüger hat im Film mit merkwürdigen Erscheinungen zu kämpfen. Zur Erklärung meint sein Darsteller Redl: «Krüger ist seine Intuition abhanden gekommen - seine einzigartige Fähigkeit, aus Bildern und Visionen Handlungen und Zusammenhänge im Voraus zu erahnen. Darauf kann er sich nun nicht mehr verlassen. Er muss sich, wie jeder andere Kommissar auch, der Lösung des aktuellen Falls mit rationalem Denken nähern.» Zwar suchten ihn Visionen immer noch heim, er sehe Menschen mit Hasenköpfen und andere seltsame Veränderungen im Wald, aber er könne die Bilder nicht mehr in einen Zusammenhang bringen, der ihm helfe, eine Tat zu entschlüsseln und aufzuklären.

«Dieser Verlust seiner sonst so besonderen Fähigkeit lässt ihn darüber nachdenken, sich pensionieren zu lassen», sagt Redl. Die neue Episode «Zeit der Wölfe» läuft am Montag um 20.15 Uhr im ZDF.


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