Die Luft muss raus

Warum Flamingos in den Plastikmüll gehören

Pinke Pest.

Für Sie berichtet: Ulrich Hammerschmidt

Probleme kennen wir nicht, sondern nur Lösungen. Oder Herausforderungen, denen wir uns stellen. Ja!!! Mit solchen Sprüchen wird man sich bald wieder herumschlagen müssen. Ab Montag. Nach den Ferien. Ja, Chef. Nein, Chef. Kein Problem, Chef. Obwohl: Manchmal gibt es tatsächlich eine mikrobengroße Lösung für ein Riesenproblem. So kann man nun das Thema Plastikmüll fast zu den Akten legen. Oder in den Schredder schieben.

Schrabb, schrabb, schrabb: So, stellen wir uns zumindest vor, machen die kleinen Mikroorganismen, wenn sie zum Frühstück ein paar Kilo Plaste verspeisen. Gibt es nicht? Gibt es doch! Ist schon seit längerem bekannt. War aber bisher leider noch ein Problem, weil die Bakterien den Kunststoff Polyethylen (PE) extrem langsam verdauen. Schraaa- aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaab.

Also muss man ihnen, und das ist Forschern der Technischen Hochschule Zürich und der Universität Wien eingefallen, etwas anderes zu fressen geben. Zum Beispiel Folien aus Polymeren. Damit könnte man die weltweit sechs Millionen Tonnen Plastik ersetzen, die jährlich in der Landwirtschaft Verwendung finden. Zum Beispiel die sogenannten Mulchfilme, mit denen man Felder abdeckt, auf dass Pflanzen besser wachsen - die aber zum Teil in die Erde gelangen, diese verseuchen. Ein Problem, Chef? Gelöst, Chef!

Und wie gehen wir mit dem nächsten um? Mit dem Plastikmüll in den Meeren. Und anderen Badegewässern. Mit den Einhörnern aus Gummi. Donuts aus Gummi. Und vor allem Flamingos. Pinkfarben und aufblasbar, haben sie die Ferienstrände als Trend überschwemmt. Weil nicht nur Kinder sie toll finden, sondern auch erwachsene Menschen, die solche Schwimmreifen brauchen, um darin zum Beispiel Prosecco zu schlürfen und ein Selfie mit sich, der Büchse und dem Gummitier zu verschicken.

Cool. Sagen die einen. Die anderen: eine Plastepest. Forscher der Welt, schaut auf diese Flamingos - und fangt an, die passenden Bakterien zu züchten. Ansonsten haben wir ein ... nein, kein Problem, sondern nur eine Lösung: Die Luft muss raus!

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