Duncan Laurence aus den Niederlanden gewinnt den 64. Eurovision Song Contest - Deutschland belegt 24. Platz

Live-Ticker zum Nachlesen: ESC-Reporter Pierre Franz kommentierte das Musikereignis des Jahres live aus Israel. Madonna trat als Stargast auf.

1:00 Uhr: Duncan Laurence aus den Niederlanden gewinnt den 64. Eurovision Song Contest. Es ist der fünfte Sieg für unsere Nachbarn. Das letzte Mal haben die Holländer 1975 den ESC gewonnen. Die S!sters aus Deutschland belegen den 24. Platz.

00:52 Uhr: Deutschland bekommt 0 Zuschauerpunkte. Das ist echt krass. Damit landen die S!sters auf dem 24. Platz. 

00:47 Uhr: Nach allen Jurywertungen liegt Deutschland mit 32 Punkten auf Platz 21. Vorn liegt Schweden, gefolgt von Nordmazedonien und den Niederlanden. Ist das spannend! Jetzt kommen jedoch noch sämtliche Zuschauerpunkte für jedes Land gesammelt oben drauf. So soll es bis zum Schluss spannend bleiben.

00:45 Uhr: 6 Punkte für Deutschland von der Schweizer Jury.

00:42 Uhr: Deutschland bekommt 8 Punkte von der dänischen Jury.

00:37 Uhr: Es gibt 5 Punkte für Deutschland von der Jury aus Litauen

00:34 Uhr: Barbara Schöneberger meldet sich von der Hamburger Reeperbahn. Die deutsche Jury vergibt 12 Punkte an Italien.

00:32 Uhr: Die Jury aus Australien vergibt 3 Punkte an Deutschland.

00:29 Uhr: Nach der Hälfte der Jurypunkte hat Deutschland bisher 10 Punkte bekommen und liegt auf Platz 24 von 26. Nordmazedonien liegt vorn. Verrückt.   

00:26 Uhr: Deutschland bekommt 2 Punkte von der Jury aus Irland und 8 Punkte von der Jury aus Weißrussland.

00:11 Uhr: Wir starten mit der Punktevergabe. Dabei wird jetzt erst einmal nacheinander in alle 41 Länder geschaltet (auch die, die in den Halbfinals ausgeschieden sind, dürfen abstimmen) und die Jurypunkte verkündet. Das kann also eine ganze Weile dauern. Die nationalen Jurys haben übrigens bereits gestern Abend beim sogenannten "Juryfinale" gevotet. Ihre Abstimmung macht 50 Prozent des Endergebnisses aus.

00:08 Uhr: Die Leitungen sind geschlossen! Aber zunächst präsentiert Schauspielerin Gal Gadot ("Wonder Woman") in einem Einspieler noch in drei Minuten die Essenz der Stadt Tel Aviv.

00:05 Uhr: Madonna ist endlich da! Zunächst performt sie ihren Welthit "Like A Prayer" gemeinsam mit einem Mönchschor, danach folgt ihre neue Single "Future" mit Rapper Quavo im Reggae-Style - inklusive skurrilen Tänzern mit Gasmasken. Und irgendwie finde ich es sehr surreal, dass Madonna gerade wirklich beim ESC aufgetreten ist. 

23:50 Uhr: Es folgt ein weiterer Schnelldurchlauf.

23:48 Uhr: Jetzt singt Vorjahressiegerin Netta im knallgelben Kleid ihr neues Lied "Nana Banana". Damit hätte sie aber sicherlich nicht gewonnen.

23:40 Uhr: Das Idan Raichel Project bestreitet den nächsten Pausenbeitrag. Das ist tolle Weltmusik, bei der Elektroklänge mit traditionellen hebräischen Texten sowie nahöstlichen Tönen verschmelzen.

23:35 Uhr: Madonna steht tatsächlich schon im Greenroom - mit Augenklappe - und verkündet die Botschaft des Abends: "Music makes the people come together - yeah!"

23:30 Uhr: Und da kommt der nächste Schnelldurchlauf... Ob Madonna schon in den Startlöchern steht?

23:27 Uhr: Was für ein tolle Pausennummer mit einigen Eurovision-Allstars - das ist quasi eine ESC-Ausgabe von "Sing meinen Song": Conchita Wurst singt "Heroes" von Måns Zelmerlöw, Måns Zelmerlöw singt "Fuego" von Eleni Foureira, Eleni Foureira singt "Dancing Lasha Tumbai" von Verka Serduchka, Verka Serduchka singt "Toy" von Netta und zum Schluss singen alle gemeinsam mit Gali Atari von Milk & Honey das israelische Siegerlied "Hallelujah" von vor 40 Jahren. Richtig toll und ein Fest für alle ESC-Fans!

23:09 Uhr: Die Telefonleitungen sind jetzt geöffnet und es darf abgestimmt werden. Europe - start voting now! Es folgt der erste Schnelldurchlauf.

23:07 Uhr: Der Letzte ist Miki aus Spanien, der sein "La Venda" ("Augenbinde") in einem kunterbunten Puppenhaus singt. Das macht Spaß, klingt nach Sommer und Party am Strand. Ein schönes schwungvolles Ende mit einer wahren Farbexplosion auf der LED-Wand - und die Spanier im Pressezentrum sind außer Rand und Band!

 

23:03 Uhr: Kate Miller-Heidke aus Australien steigt bei "Zero Gravity" in schwindelerregende Höhen. Ihre Pop-Oper mit Elektro-Beat überzeugt vor allem durch die überragende Bühnenshow, die Kate gemeinsam mit zwei Tänzerinnen auf riesigen beweglichen Stangen absolviert. Wahnsinn und definitiv ein Anwärter fürs Treppchen!

22:59 Uhr: Viele Deutsche werden heute wohl eher für die Schweiz mitfiebern, schließlich geht Luca Hänni mit "She Got Me" für die Eidgenossen an den Start. Vor sieben Jahren hat der heute 24-Jährige DSDS gewonnen und sich seitdem ganz schön verändert. Eingängiger Dance-Track, modern inszeniert, er singt gut, sieht super aus und kann fantastisch tanzen! Läuft bei ihm!

Hier kommen übrigens seine Grüße an die sächsischen Fans:

 

22:55 Uhr: Stimmt, eine dramatische Ballade hatten wir tatsächlich lange nicht mehr. Nevena Božović aus Serbien hat ihre "Kruna" ("Krone") ausgepackt und bewegt sich drei Minuten lang nicht vom Fleck und ihr Bein verharrt an der gleichen Stelle. Zum Schluss gibt es einen ganz hübschen optischen Strudeleffekt plus Windmaschine und Bodennebel. Aber was hat sie da eigentlich für Besteck um den Hals?!

22:51 Uhr: Was für ein cooler Typ - und was für ein Blick! Mahmood aus Italien liefert mit "Soldi" ("Geld") die musikalisch wohl modernste Nummer des Abends - inklusive Mitklatsch-Momenten und Textzeile auf Arabisch. Das war schon im Vorfeld mein Favorit und es gefällt mir auch live ausgesprochen gut!

22:47 Uhr: Was für eine Performance! Der junge androgyne Sänger Bilal Hassani aus Frankreich tritt zu "Roi" ("König") mit langer blonder Perücke gemeinsam mit einer fülligen Balletttänzerin sowie einer gehörlosen Tänzerin auf und bietet damit den perfekten Song zum Thema Inklusion. Wirklich toll!

 

22:43 Uhr: Chingiz aus Aserbaidschan ist ein Hühne von einem Mann. Mit "Truth" bietet er einen modernen Song, der auch optisch mit allerlei Spielereien aufgepeppt wird. So projizieren ihm zwei Roboterarme am Anfang ein Herz auf die Brust. Definitiv eine Wohltat nach den beiden letzten Songs!

22:39 Uhr: Die erst 16-jährige Zena aus Weißrussland sieht aus wie eine Mischung aus der jungen Britney Spears und Jeanette Biedermann. Ihr "Like It" soll wohl eine Art Hymne für die Facebook-Generation sein, klingt aber tatsächlich wie ein Lied vom Ende der 1990er - und wird auch mehr geschrien als gesungen. Autsch.

22:35 Uhr: Victor Crone aus Estland liefert mit "Storm" einen billigen Avicii-Abklatsch mit dümmlichem Songtext und wackeliger Stimme. Seine Michael Wendler-Attitüde macht es nicht besser. Aber irgendwelche Fans muss er ja haben, sonst wäre er am Dienstag nicht ins Finale gekommen. Puh, der Nächste bitte!

22:31 Uhr: Die Antikapitalismus-Band Hatari aus Island hat wohl einen der ungewöhnlichsten Titel des Abends im Gepäck - den Industrial-Song "Hatrið mun sigra" ("Hass wird siegen"). Auch ihre Bühnenshow in Bondage-Sadomaso-Outfits, mit einem runden Käfig und viel Feuer bleibt in Erinnerung - und auf jeden Fall sind nun alle Zuschauer wieder wach.

22:24 Uhr: "Bigger Than Us" von Michael Rice aus Großbritannien wurde von John Lundvik geschrieben - und der ist vorhin gerade für Schweden angetreten. Klingt leider wie schon tausendmal gehört, auch wenn der junge Mann aus dem Vereinigten Königreich sympathisch und bodenständig rüberkommt.

 

22:20 Uhr: Jaaaa, ein Beat! KEiiNO aus Norwegen lassen mit "Spirit In The Sky" endlich die Hütte wackeln. Die Eurodance-Nummer des Trios scheint zwar ein bisschen aus der Zeit gefallen zu sein, aber reißt einfach mit - inklusive samischem Joik-Gesang. Da tanzt und klatscht sogar das ganze Pressezentrum!

 

22:16 Uhr: Jetzt ist der Gastgeber dran. Kobi Marimi aus Israel singt - na was wohl - richtig, eine dramatische Ballade mit dem Titel "Home". Das israelische Publikum in der Halle ist natürlich begeistert und er - gekleidet im schwarzen Anzug mit Fliege - scheint das Lied wirklich zu fühlen und weint zum Schluss sogar. Mir ist das aber eindeutig zu viel Drama.

 

22:11 Uhr: Rhythmische Sportgymnastik kommt heute Abend aus Griechenland. Katerine Duska singt ihr "Better Love", das gleichzeitig nach Leona Lewis und Sia klingt, in einer Art Gardinenkleid umgeben von Fechterinnen, Ballwerferinnen und Tänzerinnen mit Bändern in pinker und blumiger Kulisse. Insgesamt aber ein recht seltsamer Auftritt. Die Griechen neben uns im Pressezentrum gehen trotzdem ab wie Schmitz' Katze. ;)

22:07 Uhr: Da kommt der große Favorit des Abends: Duncan Laurence aus den Niederlanden wird mit der Klavierballade "Arcade" im Coldplay-Stil seit Wochen als Sieger gehandelt. Der junge Mann singt zweifellos fantastisch, aber die Performance ist schon sehr reduziert und wird einzig allein mit einer weißen Leuchtkugel aufgewertet.

22:03 Uhr: Im vergangenen Jahr wurde Zypern mit "Fuego" von Eleni Foureira Zweiter. Nun wollen die Inselbewohner mit Sängerin Tamta und einem ähnlichen Song namens "Replay" diesen Erfolg gern wiederholen. Mit wenig Stoff, aber leider auch eher wenig Stimme erinnert die Blondine ein bisschen an Kylie Minogue. Auf jeden Fall tanzbar!

21:59 Uhr: Aus Slowenien kommt die tolle, atmosphärische und angenehm unaufgeregte Nummer "Sebi" ("An mich") von Zala Kralj & Gašper Šantl. In Landessprache gesungen lassen die beiden Verliebten jede vermeintliche ESC-Regel links liegen und überzeugen mich mit ihrem hypnotischen Lied total! Großartig!

21:55 Uhr: Schweden gilt - wie fast jedes Jahr - als einer der Favoriten beim ESC. Und John Lundvik zeigt mit "Too Late For Love" auch warum! Zusammen mit seinen vier korpulenten Gospelsängerinnen und einer unheimlich positiven Ausstrahlung sorgt er sofort für gute Laune - das macht einfach Spaß! :)

21:48 Uhr: Wieder eine dramatische Ballade. Jetzt kommt sie von Tamara Todevska aus Nordmazedonien und heißt "Proud". Im grünen ausladenden Kleid ist auch sie im Hintergrund mehrfach zu sehen - ähnlich wie der Russe. Das ist mir echt zu zäh - ich hätte jetzt gern was Flottes.

 

21:44 Uhr: Auch Serhat aus San Marino trat 2016 bereits an. Damals scheiterte er mit "I Didn't Know" jedoch im Halbfinale. Wie er mit seinen sehr begrenzten Gesangsfähigkeiten diesmal ins Finale kommen konnte, fragen wir uns bereits seit Dienstag. Sympathisch ist er dennoch und sein "Say Na Na Na" trotz hohem Trash-Faktor wirklich sehr eingängig.

 

21:40 Uhr: Die zuckersüße Leonora aus Dänemark, die wir übrigens letzte Woche im Euroclub getroffen haben, hat mit "Love Is Forever" eine Art "Ein bisschen Frieden 2.0" im Gepäck - inklusive riesigem Stuhl auf der Bühne und einer Zeile auf Deutsch: "Liebe ist für alle da". Sehr gelungen!

 

21:35 Uhr: Sergey Lazarev aus Russland ist wieder da. 2016 wurde er mit "You Are The Only One" in Stockholm Dritter, heute tritt er mit der dramatischen und perfekt gesungenen Musicalnummer "Scream" an. Dazu gibt es eine gute Bühnenshow, bei der er im Regen steht und mehrfach zu sehen ist. Ist mir - wie die russischen Beiträge fast immer - aber irgendwie zu krampfig und unentspannt.

21:31 Uhr: Da sind die beiden S!sters aus Deutschland mit "Sister". Carlotta und Laurita singen auf jeden Fall gut und zum Schluss gibt es Goldregen, aber insgesamt passiert leider nicht wirklich viel auf der Bühne. Mal schauen, ob sie ein paar Punkte einheimsen können. Mit sonderlich vielen rechnet jedoch tatsächlich niemand hier.

 

21:27 Uhr: Die dreiköpfige Jungsband Lake Malawi aus Tschechien singt "Friend Of A Friend", das zum Mitwippen einlädt. Wird nach drei Minuten aber ziemlich eintönig und irgendwie muss ich an Tick, Trick und Track aus Entenhausen denken. Außerdem grinst mir der Gitarrist doch ein bisschen zu viel.

21:23 Uhr: Als Nummer 2 startet Jonida Maliqi aus Albanien mit ihrer dramatischen Ballade "Ktheju tokës" ("Kehre zurück in dein Land") im ausladenden schwarz-goldenen Kleid. Auch die Windmaschine kommt zum ersten Mal zum Einsatz, aber insgesamt ist das wirklich schwere Kost und sie scheint sehr zu leiden.

 

21:19 Uhr: Und schon kommt der erste Beitrag. Michela aus Malta singt in kunterbunter Kulisse irgendwas von einem "Chameleon". Sehr moderner Song im Stil von Dua Lipa, der sofort vergessen lässt, dass der ESC mal ein Schlagerwettbewerb war. Außerdem kommt sie sympathisch rüber, obwohl sie optisch auch eine der Wollny-Töchter sein könnte. ;)

 

21:12 Uhr: Alle sind einmarschiert und nachdem jetzt noch Nadav Guedj mit "Golden Boy", der israelische Beitrag von 2015, auftreten durfte, stehen die vier Moderatoren auf der Bühne: Erez Tal, Assi Azar, Lucy Ayoub und Model Bar Refaeli.

21:06 Uhr: Das Flugzeug ist auf der ESC-Bühne in der Expo-Halle "gelandet" und alle Kandidaten steigen aus. Zwischendurch singt Dana International ein Medley aus "Tel Aviv" und ihrem Gewinnerlied "Diva" von 1998. Was für ein megastarker Auftakt!

21:01 Uhr: Es geht los! Die Eurovisionsmelodie erklingt und wir sehen in einem Filmchen wie Vorjahressiegerin Netta als vermeintliche Pilotin ein Flugzeug mit den 26 Teilnehmern des heutigen Abends nach Tel Aviv fliegt.

20:37 Uhr: Jetzt wird die deutsche ESC-Jury in diesem Jahr vorgestellt - bestehend aus Michael Schulte, der letztes Jahr für Deutschland den vierten Platz belegt hat, Sänger Nico Santos, den Sängerinnen Annett Louisan und Nicola Rost sowie Musikmanager Joe Chialo.

20:22 Uhr: Barbara Schöneberger meldet sich im "Countdown für Tel Aviv" bereits von der Hamburger Reeperbahn und hat ein - nun ja - interessantes Outfit in rot und lila an. 

Tel Aviv im ESC-Fieber

Es ist wieder soweit: Ab 21 Uhr beginnt das Finale des 64. Eurovision Song Contests - diesmal aus der Party-Metropole Tel Aviv. Nach dem Sieg von Netta mit "Toy" im vergangenen Jahr in Lissabon ist das größte Musikereignis der Welt in diesem Jahr in Israel zu Gast. Das krisengebeutelte Land zeigt sich hier jedoch von seiner besten Seite. Für Deutschland geht das Frauen-Duo S!sters mit dem Song "Sister" ins Rennen (auf Startnummer 4 von 26), hat jedoch wenig Chancen weit vorn zu landen.

Mit Spannung erwartet wird vor allem der Auftritt von Superstar Madonna, die in der Votingpause ihren Hit "Like A Prayer" und den neuen Titel "Future" vorstellen will. Großer Favorit auf den Sieg ist übrigens Duncan Laurence aus den Niederlanden mit seiner emotionalen Klavierballade "Arcade", die an Coldplay erinnert.

Wir sind bereits seit anderthalb Wochen in Tel Aviv, haben zahlreiche Kandidaten bei der Eröffnungszeremonie auf dem "Orangenen Teppich" getroffen, bei den beiden Halbfinals mitgefiebert und waren beim Empfang der deutschen Botschafterin. All dies haben wir in unserem vierteiligen Videoblog festgehalten, den man hier finden kann:
 

 

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