Forumschecks - die Eintrittskarten fürs Einkaufsparadies

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Vor 40 Jahren erfand die DDR das Intershop-Zahlungsmittel - als Ersatzdroge für das begehrte Westgeld wurde das bunte Papier jedoch hauptsächlich von Kindern ernstgenommen.

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55 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    0
    Hankman
    06.04.2019

    Noch drei Ungenauigkeiten muss ich monieren.

    1. In den Intershops dürften kaum "Stasi-Funktionäre als Verkäuferinnen und Verkäufer" gearbeitet haben. Gemeint sind sicher Stasi-Mitarbeiter und/oder -Zuträger. Die Funktionäre bei der Stasi hatten sicher anderes zu tun.

    2. Das Verbot, Devisen zu besitzen, kenne ich nicht so streng. Im Internet gibt es auch widersprüchliche Angaben dazu. Demnach wurde das Verbot wohl 1974 aufgehoben. Soweit ich weiß, durfte man in den letzten Jahren der DDR auch wieder direkt mit Westgeld im Intershop bezahlen. Das spricht gegen das erwähnte "Verbot", zumindest für diese Zeit.

    3. Der letzte Satz: "Über Nacht zog der Intershop in jede Kaufhalle ein." Ich vermute, das ist bildlich gemeint. Wörtlich genommen, ist es Quatsch. Denn das bunt zusammengewürfelte Sortiment des Intershops fand sich mit nichten in normalen Kaufhallen wieder. Schließlich wurde ja auch Technik verkauft und Spielzeug und vieles mehr. Diese Breite gibt es auch heute nur in bestimmten größeren Supermärkten.

    So, Krümelkackmodus off. ;-) Das mit dem unnachahmlichen "Intershop-Duft" ist dagegen wunderbar eingefangen. Ich dachte eigentlich, jemand würde später mal versuchen, ein Raum-Parfüm zu kreieren, das so riecht. Neuwagenduft aus der Flasche gibt es ja auch ...

  • 6
    1
    Freigeist14
    06.04.2019

    Warum sachlich ,wenn es auch polemisch geht : Nicht die "Gier der Parteispitze " verlangte nach Devisen sondern der Weltmarkt .Schließlich war die DDR-Mark eine Binnenwährung . Und Maschinen und Waren mussten im Westen für harte Währung eingekauft werden . Und die DDR war als pünktlicher Bezahler ihrer Rechnungen im Ausland geschätzt. Weiter wurden die Waren im "Exquisit " nicht extrem überteuert sondern lediglich ohne Subventionen verkauft . Daran erkennt man das völlig aus dem Ruder gelaufene System der Subventionen ,was den Staatshaushalt extrem belasteten . Aber so was muss man natürlich nicht erwähnen .....

  • 8
    0
    Hankman
    05.04.2019

    Dass das Einkaufen im "Delikat" und "Exquisit" "für die meisten unerschwinglich war", ist völliger Unsinn. Ich habe dort (mit einem eher geringen Gehalt) auch gern eingekauft. Ja, es war teuer. Ja, vieles war überteuert. Aber Schuhe für 300 Mark habe ich dort nie gesehen (eher für 100 bis 150 Mark), Schokolade für 22 Mark auch nicht. Dafür österreichischen Weißwein für 19,90 Mark die Flasche, "Kappler-Braumeister"-Bier für 2,20 Mark plus Pfand. Oder ein "La Grande"-Parfüm für rund 40 Mark. Ich erinnere mich auch an besondere T-Shirts für 105 oder 110 Mark - das war aber dann auch eine Qualität, die man heute lange suchen muss. Ich weiß nicht, wo die im Text erwähnten Zahlen herkommen und auf welche Zeit sie sich beziehen.

  • 5
    2
    Zeitungss
    05.04.2019

    @Haecker: Was Ihren letzten Satz betrifft, es ist bald wieder soweit, nur in etwas anderer Form.

  • 8
    0
    Haecker
    05.04.2019

    Dass für die meisten DDR-Bürger "Exquisit" und "Delikat" unerschwinglich waren, ist etwas übertrieben. Aber ein Einkauf dort war doch stets etwas besonderes.
    "Für Westgeld ist in der DDR alles möglich", sagte der Volksmund. So kursierte in den 80ern auch der Witz, im Intershop werde ein Raum eingerichtet, in dem man für 100 DM seine freie Meinung äußern dürfe.