Panorama
Grateful-Dead-Gitarrist Bob Weir mit 78 Jahren gestorben

Als Gitarrist, Sänger und Songschreiber prägte Bob Weir den Sound der legendären Westküsten-Rockband Grateful Dead. Nun ist der Musiker im Kreise seiner Familie gestorben.

Los Angeles.

Der Gitarrist der legendären Rockband Grateful Dead, Bob Weir, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Die Nachricht über den Tod des Gründungsmitglieds wurde auf seinem offiziellen Instagram-Account, der Plattform X und auf seiner Webseite veröffentlicht. Weir sei friedlich im Kreise seiner Familie gestorben, hieß es in der Mitteilung. Nach einem "mutigen" Kampf gegen Krebs sei er einer Lungenerkrankung erlegen, wird in dem Posting ausgeführt. Laut der "Los Angeles Times" bestätigte die Familie den Tod des Musikers gegenüber der Zeitung. 

Mehr als 60 Jahre lang sei er als Gitarrist, Sänger, Erzähler und als Gründungsmitglied der Grateful Dead auf Tour gegangen und habe damit die Musikszene geprägt, schreibt die Familie. Nach einer Krebsdiagnose und Behandlung im vorigen Juli stand Weir wenig später im August anlässlich des 60-jährigen Grateful-Dead-Jubiläums im Golden Gate Park in San Francisco noch auf der Bühne. 

Psychedelic-Rock in den 60er Jahren

Der Musiker wurde 1947 in der Westküstenmetropole geboren. Als Teenager lernte er Jerry Garcia kennen. 1965 gründeten sie zusammen mit dem Bassisten Phil Lesh, dem Keyboarder Ron McKernan und dem Schlagzeuger Bill Kreutzmann die Psychedelic-Rockband. Später stieß Drummer Mickey Hart dazu. 

Ihre Musik mit Hits wie "Casey Jones", "Touch of Grey" oder "Truckin'" war die Soundkulisse für die Drogen-Trips der Blumenkinder. Die Grateful Dead wurden von einer treuen Fangemeinde begleitet. Sogenannte Deadheads zogen mit der Band von einem Auftritt zum nächsten. Die Musiker verdienten ihr Geld überwiegend durch Konzerte und nicht durch Plattenverkäufe. Nach dem Tod von Garcia 1995 im Alter von 53 Jahren löste sich die Band auf, doch später traten die Dead-Musiker um Bob Weir und Mickey Hart wieder gemeinsam auf. 

McKernan war bereits 1973 im Alter von 27 Jahren an einer Magenblutung gestorben, Bassist Lesh starb 2024 im Alter von 84 Jahren. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
19.01.2026
2 min.
Jazzgitarrist Ralph Towner ist tot
Der US-Jazzgitarrist Ralph Towner (links) ist im Alter von 85 Jahren in Rom gestorben. (Archivbild)
Ralph Towner prägte mit der Band Oregon den progressiven Jazz. Bekannt wurde er mit seinem virtuosen und gleichzeitig intimen eigenen Stil. Nun ist der US-Musiker im Alter von 85 Jahren gestorben.
14.01.2026
5 min.
Total an-gay-sagt: "Heated Rivalry"
Die Schauspieler Hudson Williams (links) und Connor Storrie sind innerhalb weniger Wochen zu Serien-Weltstars geworden. (Archivbild/Kombo)
Hudson Williams und Connor Storrie, Stars einer kanadischen Eishockeyspieler-Romanze, werden gerade sehr gefeiert. Die queere Serie ist auch in Trumps USA ein Hit. Die Welle schwappt nun zu uns.
Gregor Tholl, dpa
23.01.2026
2 min.
Klinikum lockt dritten Chefarzt ins Erzgebirge
Dr. Vitalii Khromov ist der neue Chefarzt auf der Inneren im Erzgebirgsklinikum.
Binnen eines Vierteljahres hat das Erzgebirgsklinikum für den Standort Annaberg den dritten Chefarzt neu verpflichten können. Wo kommt der Neue eigentlich her?
Katrin Kablau
12:03 Uhr
3 min.
Zwölfjähriger stirbt Tage nach Haiattacke in Australien
Innerhalb von nur wenigen Tagen wurden aus dem australischen Bundesstaat New South Wales vier Haiangriffe gemeldet. (Symbolbild)
Eine Woche kämpfte der Junge in einem Krankenhaus in Sydney um sein Leben. Nun erlag er seinen schweren Verletzungen. Vermehrte Haiangriffe versetzen die Menschen in Australien in Alarmbereitschaft.
23.01.2026
2 min.
Stadt im Erzgebirge wird 2026 zum Wander-Mekka Europas
Besucher des Fichtelbergs genießen den Ausblick hinüber zum Keilberg. Beide Berge sind auch Ziele der Wanderfestwoche im September in Oberwiesenthal.
Der 123. Deutsche Wandertag und das größte Wanderfest Europas sollen im September tausende Gäste nach Oberwiesenthal locken. Neben geführten Touren gibt es auch einen grenzüberschreitenden Festumzug.
Holk Dohle
12:03 Uhr
3 min.
Aktivisten legen neue Opferzahlen zu Irans Protestwelle vor
Bei den Massenunruhen im Iran könnten Aktivisten zufolge weitaus mehr Menschen getötet worden sein als bislang bekannt. (Foto Archiv)
Iranische Aktivisten nennen nach den Massenprotesten deutlich höhere Opferzahlen als die Regierung. Das ganze Ausmaß der Gewalt kommt wegen der Internetblockade nur langsam ans Licht.
Mehr Artikel