Her mit den Flaschen!

Auf welche ungewöhnliche Art in Rom die Nahverkehrstickets bezahlt werden

In Rom ist man pragmatisch. Da werden zwei Probleme auf einen Schlag gelöst. Auf der einen Seite der Nahverkehr, der mit drei Linien der U-Bahn nicht wirklich umfangreich ist und dessen Busse veraltet sind. Auf der anderen Seite die Unmengen an Müll, die der italienischen Hauptstadt zu schaffen machen.

Daher werden nun die Fahrscheine mit Plastikflaschen gezahlt. Für eine abgegebene Flasche bekommen die Fahrgäste fünf Cent. Die Tickets kosten 1,50 Euro. Gut, da müssen schon einige Flaschen zusammenkommen, aber bekanntlich macht auch Kleinvieh Mist. Und schaut man sich die langen Schlangen an den Ticketautomaten an, wird eines schnell klar: Das Angebot wird rege genutzt.

Im ersten Monat nach Einführung der neuen Bezahlmethode seien bereits 100.000 Flaschen abgegeben worden, teilten die Verkehrsbetriebe der Stadt mit. Das Prinzip hinter dem System "Ricicli + Viaggi" (recycle und reise) ist einfach: Die Flaschen werden in insgesamt drei Automaten geworfen, eine App lädt das gesammelte Geld auf das Smartphone und damit werden die Tickets gezahlt.

Rom sei die erste europäische Hauptstadt, in der diese moderne Bezahlung möglich ist. Vielleicht wäre das ja auch mal eine Idee für Deutschland. Immerhin muss man hier noch Kleingeld in den Brieftaschen horten, um die Tickets zu zahlen. Für manche ein höchst nervige Angelegenheit. Plastikflaschen gibt es auch hier mehr als genug.

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