Italien mit fast 800 Toten an einem Tag

Italien kann all die Toten fast gar nicht mehr beweinen. Trotz Ausgangssperren sterben immer mehr mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Jetzt ist die Zahl so hoch wie nie zuvor. Das Land hat eine viel höhere Sterberate als andere Länder. Warum?

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Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

9Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    0
    acals
    24.03.2020

    Wer das italienische System kennt, hat zumindest eine Ahnung davon welche Tragödie sich abspielt.

    Aus 1. Hand: Mir fliegt eine Amalgam-Plombe raus, ich war damals in der Reggio-Emilia. Grund - wir haben die echten Plombenzieher gegessen um Kohlehydrate zu bekommen, denn das Mensa-Essen (1x Spaghetti) hatte 8, DM gekostet. Nur mit Hilfe der Herbergseltern war möglich: 1. ambulante Behandlung = Das Loch wird richtig aufgebohrt, es wird festgestellt das die Plombe wirklich rausgeflogen ist, und es wird vom behandelten Arzt mitgeteilt das ich jetzt zur Verwaltung zu gehen habe um mir einen Termin zur Füllung zu holen. Das ich blass wurde war klar.
    3-er Schalter. In der Reihe vor mir "ein altes Männchen" - ich hab nur noch verstanden "sette mese" (sieben Monate) - worauf er zumindest innerlich zusammenbrach. Meine Hilfe sagte mir später auf Nachfrage das er sich um Aorta-Operation bemüht hatte, was einem Todesurteil nahe kam (für die hatte meine Wirtin 50.000 DM hingelegt, und das 1/2jährige Überleben wurde mit einer Riesenparty gefeiert). Mir sagte meine Hilfe das ich schmerzverzerrt zu schauen haben - und tatsächlich - meine Plombenlücke war nach Ablauf von 7 Kalendertagen eingetragen gefüllt zu werden. Diese Füllung sitzt heute nach mehr als 25 Jahren immer noch, übrigens ein mit Laserlicht auszuhärtendes Polymer - in Dt. damals nicht auf dem Markt - und ich durfte extra 50 ,- DM zahlen, was nach dt. Verhältnissen zu Beginn der 90er unvorstellbar war. Zumal als studentischer Kassenpatient.

    Damals war mir klar, in welchen paradiesischen Zuständen wir uns in Dt bewegen - und alle Deutschen die wir in Norditalien getroffen hatten sagten auch - brechen wir uns zB ein Bein, humpeln wir lieber über die Alpen als in Italien auf Behandlung zu warten.

    Heute fühle ich mit diesem sympathischen Volk ...

  • 3
    1
    MuellerF
    24.03.2020

    @Nixnuzz: Es ist nur eine Vermutung, aber evtl. hat man sich hierzulande bzw. EU-weit zunächst an den Verläufen von SARS & MERS orientiert, die uns ja weitgehend verschont haben.

  • 2
    0
    Nixnuzz
    23.03.2020

    @MuellerF: Zum einen: Wie Ernst wurden am Anfang die Wirkungen des Virus genommen? Wie "wichtig" die ersten Hinweise aus der ehe misstrauten Politik? Ein Journalist meinte, das bei Ankündigung der dann kommenden Absperrungen schlagartig sich eine Absetzbewegung ins südliche Italien ("zu Mama!") etablierte. Andere haben es wohl einfach nicht geglaubt, was da auf (- die) Italien(-er) zukommt.

  • 2
    2
    MuellerF
    22.03.2020

    @Einspruch: Wenn gesagt wird, das italienische Gesundheitssystem ist schlechter als das Deutsche, hat das schon einen gewissen Wahrheitsgehalt. Aber nicht, weil Italiener Italiener & Deutsche Deutsche sind, sondern es geht um Infrastruktur: Zahl der Krankenhäuser, der Intensivbetten, Beatmungsgeräte u.ä. im Verhältnis zur Bevölkerung- & da steht D. objektiv besser da. Die Situation in Italien liegt u.a. daran, dass nach der Eurokrise ca. 15% der Krankenhäuser dort geschlossen worden, andere rigorose Sparmaßnahmen durchführen mussten. D.h. das System dort ist derzeit überlastet - kann uns allerdings auch noch passieren.

  • 3
    0
    ralf66
    22.03.2020

    Ich mache mir bei diesem schlimmen Geschehen jetzt in Italien, was man dort so an den Zahlen sieht, was man weiß über die rasante Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung eher Gedanken, ob man in Deutschland trotz eines gewissen Vorsprungs den man ja immer beteuert, nicht jetzt schon viel drastischer Maßnahmen ergreifen soll, so dass es nicht wie in Italien werden kann?

  • 8
    0
    Einspruch
    22.03.2020

    Ich finde es irgendwie unpassend, sich ständig zu beweihräuchern, wie gut unser Gesundheitssystem ist und wie schlecht das der Italiener. Als ob man von oben herab urteilt. Ich glaube nicht, das dort ein Arzt oder eine Krankenschwester weniger kann als hier. Wir haben jedenfalls einen Fall, (Unfall) miterlebt, da wurde auch dort alles getan, was ging. Außerdem tut es einem schon leid, das mit ansehen (lesen) zu müssen, denn wir haben in Italien so viele nette Leute im Urlaub getroffen.
    Ich drücke denen jedenfalls die Daumen, das die ganzen Maßnahmen endlich Erfolg zeigen, auch um die Motivation zu finden, weiter durch zu halten. Alles Gute nach Italien.

  • 0
    1
    Hinterfragt
    22.03.2020

    Was sagt uns das?
    Klopapier kaufen schützt vor dem Coronatot ...

  • 1
    1
    Interessierte
    22.03.2020

    Wenn man die hilflosen Männer dort liegen sieht und was die wohl durchmachen müssen , das ist schon schlimm ........

  • 4
    2
    d0m1ng024
    22.03.2020

    Naja, wenn man ehrlich ist, ist das italienische Gesundheitssystem extrem unterfinanziert und veraltet. Die haben viel zu wenig Beatmungsgeräte und Notfallbetten. Ist doch in England das selbe. Da sagen die einheimischen Experten in paar Woche eine höhere Sterblichkeit voraus, als in Italien. Und in England ist das Gesundheitssystem genauso marode...

    Da haben wir in Deutschland noch echt Glück, dass unser System zu den besten der Welt gehört. Auch wenn ständig die Krankenkassen und Ärzte schimpfen, dass kein Geld da ist. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

    Die Sterberate bei Corona-Infizierten liegt in Deutschland bei 0,3%... In Italien sind es über 8%... Das sind bemerkenswert unterschiedliche Zahlen... Wobei Deutschland sowieso, von allen betroffenen Ländern die geringste Sterberate, gemessen an der Zahl der Infizierten, hat.

    * Die Zahlen hab ich anhand dieser Karte errechnet:
    https://www.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6