Jasmin Tabatabai über das US-Einreiseverbot

Vom US-Einreiseverbot für viele Muslime ist auch die Schauspielerin Jasmin Tabatabai betroffen. Sie hat einen iranischen Pass und nennt das Dekret «absurd».

Berlin (dpa) - Die deutsch-iranische Schauspielerin Jasmin Tabatabai («Bandits») ist schockiert über das US-Einreiseverbot für viele Muslime.

«Bei allem Verständnis dafür, dass man sein Land gegen islamistischen Terror schützen will: Millionen Menschen pauschal und willkürlich aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit unter Generalverdacht zu stellen, kann nicht die Lösung sein», sagte die 49-Jährige am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Trumps Dekret ist absurd, unmenschlich und tritt die Werte, auf die die USA sonst so stolz sind, mit Füßen.»

US-Präsident Donald Trump hatte als ein Kernstück seines Anti-Terror-Kampfes einen dreimonatigen Einreisestopp für Menschen aus den mehrheitlich muslimischen Ländern Syrien, dem Iran, dem Irak, dem Sudan, Somalia, Libyen und dem Jemen verfügt.

Tabatabai wurde in Teheran geboren und hat neben dem deutschen auch einen iranischen Pass. Sie sei persönlich von dem Dekret betroffen: «Nun haben meine Geschwister, meine 79-jährige Mutter und ich plötzlich Einreiseverbot», schrieb sie in einem Gast-Beitrag für die «Bild»-Zeitung. 

Ein Großteil ihrer Familie wanderte Ende der 70er Jahre aus dem Iran aus, als dort die Mullahs an die Macht kamen. Einige flohen nach Deutschland, andere in die USA. Die Schauspielerin und Musikerin war zudem mit einem amerikanischen Musiker verheiratet und hat mit ihm eine 14-jährige Tochter. 

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2Kommentare
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  • 1
    4
    Blackadder
    31.01.2017

    Tja, das Leben und die Biografien vieler Menschen sind aber nunmal vielfältiger als ihre kleine eingeschränkte Sichtweise.

  • 4
    2
    voigtsberger
    30.01.2017

    Die doppelte Staatsbürgerschaft ist "absurd", wer sein Land verlassen muss und sich ein Land seiner Wahl aussucht, der sollte mit der Staatsbürgerschaft sich auch voll und ganz dazu bekennen und das vor allen, wenn man in den Land geboren und aufgewachsen ist. So sieht auch Integration und Akzeptanz zu den Land in den ich lebe und leben möchte aus und nicht zwei Staatsangehörigkeiten, um auf "zwei Hochzeiten" tanzen zu können.



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