Jedes fünfte Kind wird im Elterntaxi chauffiert

Kinder allein im Straßenverkehr - viele Eltern halten das für zu gefährlich. Doch Experten warnen: Wenn die Kleinen immer nur kutschiert werden, wird es erst richtig gefährlich.

Berlin (dpa) - Ein Fünftel der Grundschüler kommt in Deutschland in der Regel mit dem sogenannten Elterntaxi in die Schule. Weniger Kinder machen sich laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage unter Eltern mit dem Bus (17 Prozent) oder mit dem Fahrrad (10 Prozent) auf den Schulweg.

Knapp die Hälfte der Grundschüler (43 Prozent) geht zu Fuß zum Unterricht, wie Forsa im Auftrag der Versicherung CosmosDirekt ermittelte.

Elterntaxis stehen in der Kritik. Der ADAC warnte, dass das Bewusstsein für Gefahrensituationen bei Kindern größer sei, die einen kurzen Schulweg allein laufen dürften. Nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht verunglücken Kinder am häufigsten im elterlichen Auto, nicht als Fußgänger auf dem Schulweg. Unter Psychologen gibt es die Kritik, dass Elterntaxis die Kinder passiv machten und sie in der eigenen Entwicklung behinderten.

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