Kultursenator: Berlin braucht Museum über Kalten Krieg

Klaus Lederer (Die Linke), Berlins Kultursenator, beim Bundesparteitag der Partei Die Linke.

Berlin (dpa) - Berlins Kultursenator Klaus Lederer hat den Willen des Senats unterstrichen, in der Hauptstadt ein Museum über die Zeit der deutschen Teilung und des Kalten Krieges aufzubauen. «In Berlin fanden sich - wie unter einem Brennglas gebündelt - alle Folgen des Kalten Krieges, der Konfrontation zweiter Ideologien, zweier Mächte, zweier Systeme», sagte der Linke-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Und dies mit einem Grenzregime auf der Ost-Seite, das durch nichts zu rechtfertigen war, Familien zerriss, Biografien zerstörte und viel Leid mit sich brachte.»

Aufgabe sei heute, Geschichte lebendig zu halten und zu vermitteln, damit kommende Generationen daraus lernen könnten. «Deshalb ist Berlin, quasi als Kristallisationspunkt des Kalten Krieges, der richtige Ort für ein solches öffentliches Museum.»

Entstehen soll der im Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün vereinbarte «Bildungs- und Erinnerungsort» am früheren Grenzkontrollpunkt Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße. Der Senat vereinbarte mit einem Investor, in einem geplanten Bürogebäude 3000 Quadratmeter Fläche für das Museum zu schaffen. Der Checkpoint Charlie sei ein herausragender historischer Ort für Erinnerungskultur und historische Bildung, sagte Lederer. Wann das Museum gebaut und eröffnet wird, ist noch offen. Hier standen sich kurz nach dem Mauerbau 1961 sowjetische und amerikanische Panzer gegenüber.

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