Leonie Benesch: MeToo hat unseren Beruf verändert

Die MeToo-Debatte hat das Verhältnis von Männern und Frauen verändert. Das ist auch in der Filmindustrie spürbar. Inzwischen gebe es ein neues Frauenbild, meint TV-Star Leonie Benesch.

Berlin/Hamburg (dpa) - Die Schauspielerin Leonie Benesch (28, «Babylon Berlin») ist davon überzeugt, dass die MeToo-Debatte das Rollenangebot in ihrem Beruf stark verändert hat.

«Als ich 2013 nach London auf die Schauspielschule ging, dachte ich, dass ich wohl nur bis Ende 20 interessante Frauen darstellen dürfte», sagte Benesch in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Später, so habe sie damals gemeint, müsste sie sehr etabliert sein, um noch gute Angebote zu bekommen - oder sich andernfalls mit «hysterischen Müttern» und andern Klischeefiguren begnügen. «Inzwischen gibt es ein neues Frauenbild. Und auch viele Fernsehverantwortliche denken darüber nach, welche Rollenmodelle man zum Beispiel Kindern zeigen sollte», erklärte die Darstellerin.

Dabei schwärmte sie von der 2019 mit mehreren Emmys ausgezeichneten BBC-Dramedy-Serie «Fleabag». Die Autorin und Hauptdarstellerin Phoebe Waller-Bridge (34) verschaffe etwa der sonst oft verpönten weiblichen Wut Anerkennung.

Benesch wird am Freitag (27. Dezember) um 20.15 Uhr im Ersten in dem dreistündigen Epos «Der Club der singenden Metzger» als resolute deutsche Auswanderer-Ehefrau in den USA zu sehen sein. Unter der Regie Uli Edels wirken dabei auch Jonas Nay und Aylin Tezel mit.

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