McTrump hilft

An wen sich in Not geratene US-Touristen in Österreich künftig wenden können

Es ist kein Scherz: Der neue US-Botschafter Trevor Traina in Österreich hat eine neue Partnerschaft mit der Fastfood-Kette McDonalds in Sack und Tüten. Ab sofort sind alle Filialen in der Alpenrepublik Anlaufstellen für hilfesuchende Amerikaner. Nein, es geht nicht ums Essen oder Trinken. Die netten Mitarbeiter mit dem Auge für saftige Burger und hastige Kunden sollen dabei helfen, Kontakt mit der US-Botschaft aufzunehmen.

Wer beklaut worden ist, den Reisepass verloren hat oder andere Reisedokumente vermisst, dem wird zwischen Big-Mac und Cheeseburger geholfen. Die Filialen von McDonald's bleiben natürlich österreichisches Hoheitsgebiet. Das Ausstellen von Notpässen und ähnliche Dienstleistungen gehören auch weiterhin nicht zum Angebot, schrieb die US-Botschaft auf Facebook. In der Praxis geht es darum, dass in jeder Niederlassung eine Liste mit Notrufnummern vorgehalten wird, auf der jetzt auch die der US-Botschaft zu finden ist. Handy weg, Pass weg, Gruppe verloren - da wird es schwer, mit der US-Botschaft in Kontakt zu treten.

"Die Bitte wurde vom US-Konsulat an uns herangetragen", bestätigt McDonald's-Sprecher Wilhelm Baldia. "Zum einen aufgrund der großen Bekanntheit der Marke bei US-Amerikanern. Und zum anderen, weil es in Österreich verhältnismäßig viele Niederlassungen gibt." In keiner der 195 Filialen gehört ein Gratis-Burger zum Hilfsangebot. Soweit geht es nun auch nicht.

Der von US-Präsident Donald Trump neubestellte Botschafter Traina geht diplomatisch in die Vollen: "Bis zu einem gewissen Grad formalisieren wir etwas, was McDonalds wahrscheinlich sowieso tun würde, um einen schnellen und freundlichen Kundenservice zu gewährleisten", schleimt er auf Facebook. Will er seinem Dienstherrn Trump gefallen? Der ist ja bekennender Fast-Food-Fan. Traina könnte unter Trump noch so richtig Karriere machen. Na, dann: guten Appetit - auch in der Not.

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