Panorama
Mindestens fünf Tote bei Stegeinsturz in Spanien

Der Strand von El Bocal nördlich von Santander ist auch im Winter bei Spaziergängern beliebt. Ein Unglück zerstört die Idylle und löst einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus.

Santander.

Beim Einsturz eines Stegs sind in Spanien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Der Unfall geschah am felsigen Strand El Bocal nördlich der Regionalhauptstadt Santander im Norden des Landes, wie der Seerettungsdienst der Region Kantabrien mitteilte. Nach einer noch vermissten Person werde am späten Abend noch gesucht.

Bei den Todesopfern handele es sich um vier junge Frauen und einen jungen Mann, die alle "etwas älter als 20" seien, berichteten die Nachrichtenagentur Europa Press, der staatliche TV-Sender RTVE und weitere Medien unter Berufung auf die Rettungskräfte und auf eine Überlebende. Zunächst hatte es geheißen, die Opfer seien alle mittleren Alters. Die Ursache des Unfalls, der gegen 16.30 Uhr geschah, blieb zunächst unklar.

Eine junge Frau starb im Krankenhaus

Nach Angaben der Behörden waren insgesamt sieben Menschen von dem Unglück betroffen. Es habe sich um eine Gruppe von sechs Studentinnen einer spanischen Berufsschule gehandelt, die zusammen mit einem Betreuer eine Tour unternommen hätten. Die gesamte Gruppe sei beim Einsturz des Holzstegs zwischen zwei Klippen ins Meer oder auf die Felsen gestürzt.

 

Zwei der jungen Frauen konnten den amtlichen Angaben zufolge zunächst lebend aus dem Wasser gerettet werden. Eine der beiden erlag allerdings wenig später auf der Intensivstation eines Krankenhauses ihren Verletzungen. Die zweite junge Frau habe stark unterkühlt überlebt.

Santanders Bürgermeisterin Gema Igual sprach von einer "großen Tragödie". "Eine Gruppe von sieben jungen Menschen, die gekommen war, um die Natur zu genießen, wurde von diesem Unglück überrascht", sagte sie sichtlich mitgenommen am Unglücksort vor Journalisten.

Der Zwischenfall ereignete sich den amtlichen Angaben zufolge an einem Steg zwischen dem Strand El Bocal und dem Spanischen Institut für Ozeanographie. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war dort laut Europa Press am späten Dienstagabend noch im Einsatz. Bei der Suche nach der letzten Vermissten wurden Boote und Hubschrauber eingesetzt. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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