Neuer Fachkongress zeigt Trends bei Energiespeichern

Windräder und Solarzellen liefern immer mehr Strom. Doch wie soll er möglichst ohne große Verluste gespeichert werden? Forschungsergebnisse und industrielle Anwendungen will ein neuer Fachkongress in Erfurt vorstellen.

Erfurt (dpa/th) - Die Messe Erfurt will sich über Thüringen hinaus als Kongressstandort für Batterieforscher und Produzenten etablieren. Erstmals aufgelegt werde dazu am 16. und 17. September ein Kongress mit Ausstellung unter dem Namen East, sagte Messe-Geschäftsführer Michael Kynast am Montag in Erfurt. Es gehe um Forschungsergebnisse sowie industrielle Trends bei Speichertechnologien im Zuge der Energiewende. Die drei Bundesländer hätten auf diesem Gebiet Potenzial.

Kynast nannte als Beispiele die Entscheidung des chinesischen Herstellers CATL, ein Batteriezellenwerk für Autos bei Arnstadt zu bauen, oder Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt, wo ein Wasserstoff-Speicher für Windstrom entstehen soll. Ein Thema seien auch Pumpspeicherkraftwerke, von denen es in Thüringen, aber auch Sachsen einige gebe, sowie Batterien aus Kunststoffen oder aus keramischen Materialien.

Als Gastredner werden unter anderem der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sowie Thüringens Ex-Wirtschaftsminister Matthias Machnig erwartet. An verschiedenen Workshops beteiligten sich unter anderem Wissenschaftler und Manager aus Jena, Leipzig, Hermsdorf, Weimar, Ilmenau, Wittenberg, Berlin oder Schwerin. Bis zu 150 Kongressteilnehmer und 15 Aussteller werden erwartet, so der Chef der Messe Erfurt GmbH.

Gezeigt werden soll während des Kongresses die mutmaßlich älteste Batterie der Welt, die sogenannte Bagdad- oder Hammurabi-Batterie.

Ziel sei, den Fachkongress dauerhaft in Erfurt zu veranstalten. «Wir investieren in die Veranstaltung. Als Messe haben wir auch eine Wirtschaftsförder-Funktion», sagte Kynast. Mit einem ähnlichen Format - Fachkongress und Ausstellung - hat sich Erfurt erfolgreich, allerdings über mehrere Jahre, im Bereich 3D-Druck profiliert.

Erfurt ist eigenen Angaben zufolge nach Leipzig der zweitgrößte Messestandort der ostdeutschen Bundesländer. Auf dem Messegelände werden jährlich etwa 650 000 Besucher gezählt.

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