Neuer Prozess nach illegalem Autorennen unterbrochen

Berlin (dpa) - Noch vor Verlesung der Anklageschrift ist die Neuauflage des Prozesses gegen zwei Auto-Raser in Berlin unterbrochen worden. Hintergrund ist der Befangenheitsantrag eines Verteidigers vor dem Landgericht gegen den Vorsitzenden Richter Peter Schuster.

Angeklagt sind zwei 26 und 29 Jahre alte Männer. Sie sollen bei einem illegalen Rennen in der Nacht zum 1. Februar 2016 auf dem Ku'damm nahe dem KaDeWe einen unbeteiligten 69-Jährigen totgefahren zu haben. Die erste Verurteilung wegen Mordes hatte der Bundesgerichtshof (BGH) aufgehoben. Er sah den bedingten Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an.

Anwalt Rainer Elfferding begründete seinen Antrag gegen den Vorsitzenden Richter nun damit, dass eine Verurteilung wegen Mordes bereits feststehe, bevor die Verhandlung begonnen habe. Er warf Schuster eine «unverhohlene Missbilligung» des BGH-Urteils vor. Dabei bezog er sich auf eine schriftliche Begründung von Schuster, mit der dieser eine Entlassung des 26-Jährigen aus der Untersuchungshaft abgelehnt hatte.

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3Kommentare
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  • 5
    0
    kartracer
    14.08.2018

    In dieser Szene ist ein Grundsatzurteil dringend geboten.
    Es gibt Rennstrecken, wo sich ausgetobt werden kann, das kostet allerdings Geld.
    Diese Rennen sind bewusst und vorsätzlich durchgeführt, wissend, daß diese Menschenleben kosten kann, deshalb muß hier ein juristischer Riegel vorgeschoben werden, der nur die härteste Strafe zur Folge haben kann und muss.
    Kuschelprozesse sind da die völlig falsche Resonanz.

  • 0
    4
    aussaugerges
    14.08.2018

    Die Richter wollen doch immer was zu tun haben.

  • 8
    0
    Hinterfragt
    14.08.2018

    Also, wenn das Überfahren von ELF ROTEN AMPELN kein Vorsatz ist ...



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