Trendsetter

Am Montag beginnt die Berliner Modewoche - Aber brauchen wir wirklich immer neue Klamotten?

An der Entscheidung kommt morgens kaum jemand vorbei. Zumindest, wenn er nicht nackt vor die Tür gehen will. Bei den derzeitigen Temperaturen wäre das zwar wünschenswert - aber man will ja niemanden erschrecken. Also muss eine Antwort auf die Frage her: Was ziehe ich heute an?

Das Lieblings-T-Shirt wäre passend. Doch da wartet schon die nächste Frage: Wo um alles in der Welt hat sich das Shirt wieder versteckt? Denn die meisten Kleiderschränke hierzulande sind voll. Rappelvoll. Und wenn es nach den Designern, Modeproduzenten und Händlern geht, sollen sie noch voller werden. Dafür trommeln die Akteure ab heute wieder: In Berlin beginnt die Modewoche. Solche Aktionen und Preise von wenigen Euro für das nächste Shirt scheinen Erfolg zu haben. Wenn Greenpeace recht hat, soll im Jahr 2017 jeder Deutsche etwa 60 neue Kleidungsstücke gekauft haben. Das klingt irre viel. Total nachvollziehen kann man aber die Aussage der Umweltschutzorganisation, dass diese neuen Stücke nur noch halb so lange getragen werden wie noch vor 15 Jahren. Zum einen, weil früher Kleidung teurer, dafür aber langlebiger war. Zum anderen wurde früher auch mal repariert und geflickt. Aber wer kann denn heute noch Löcher stopfen und vor allem: Wer zieht noch gestopfte Socken an? Außer, das wird Trend.

Kann das nicht mal jemand den Modeschöpfern flüstern? Aber wahrscheinlich ist das keine gute Idee - dann gibt es nächstes Jahr weiße Socken, die schon im Laden gestopft sind. So wie es bei geflickten Jeans seit Jahren funktioniert.

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