38 neue Todesfälle in Zusammenhang mit Corona

Dresden (dpa/sn) - In Sachsen sind inzwischen 446 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorben. Binnen eines Tages stieg die Zahl um 38, wie aus der Statistik des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch hervorgeht. Auch bei der Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 ist vorerst keine Trendwende zu erkennen. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Fälle um mehr als 1700 auf 30 035 seit Ausbruch der Pandemie im Freistaat. Gut 16 000 Menschen gelten laut Schätzungen inzwischen wieder als genesen.

1321 Menschen müssen sich wegen einer Erkrankung derzeit stationär behandeln lassen, davon 264 auf der Intensivstation. Der Sieben-Tages-Wert bei den Neuinfektion pro 100 000 Einwohner liegt in Sachsen mittlerweile bei 180. Betroffen ist nach wie vor am stärksten der Landkreis Bautzen mit einem Inzidenzwert von 327, gefolgt vom Erzgebirgskreis. Die gemeldeten Zahlen von Land und Kommunen können aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten voneinander abweichen.

Allein für den Kreis Bautzen meldete das Landratsamt binnen eines Tages 186 Neuinfektionen. Nach Angaben der Krankenhausleitstelle werden derzeit 75 Corona-Patienten in einer Klinik, 17 auf einer Intensivstation behandelt. Die personelle Situation der Kliniken im Kreis habe sich verschlechtert, hieß es. Weil zahlreiche Pfleger oder Ärzte durch Erkrankungen, positive Corona-Tests und Quarantäne nicht mehr zur Verfügung stünden, hätten sechs von acht Kliniken Personalprobleme. Das Gesundheitsamt stehe in engem Kontakt mit den Kliniken, um mit speziellen Quarantäneregelungen die Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Laut Behörde wird auch der Einsatz von positiv getestetem Personal bei Corona-Patienten nicht mehr ausgeschlossen. Für das Malteserkrankenhaus in Kamenz hat der Landkreis die Bundeswehr um Hilfe gebeten.

Auch im Landkreis Görlitz ist die Bundeswehr bereits an Kliniken im Einsatz. Soldaten sollen auch in den nächsten Wochen anpacken. Die Lage sei aufgrund der zahlreichen Covid-19-Patienten «äußerst angespannt», hieß es.

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