70 Jahre "Freie Presse" - mit der Zeitung durch die Zeit

Runder Geburtstag: In der kommenden Woche ist es so weit. Zum 70. erwartet Sie die umfangreichste "Freie Presse"-Ausgabe aller Zeiten.

Chemnitz/Zwickau.

20. Mai 1946. Erstmals erscheint in Zwickau und im Vogtland die "Freie Presse", in Chemnitz die "Volksstimme" - als Organ der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beginnt damit also die Geschichte dieser Zeitung. Eine Sonderausgabe mit großer Beilage wird am Freitag nächster Woche siebzig Jahre Zeitungsgeschichte und die Gegenwart des Chemnitzer Medienhauses beleuchten.

Auf mehr als 80 Seiten geht es um Historisches, also auch um die Vorgeschichte der "Freien Presse", die um 1870 als Kampfblatt der Arbeiterbewegung begann, aber nur ein paar Jahre existierte. Wir werden uns mit der DDR-Zeit auseinandersetzen und auf die Wendezeit zurückblicken, als auch die Opposition eigene Seiten in der Zeitung bekam. Natürlich porträtieren wir unser heutiges Medienhaus mit all seinen Facetten. Vorgestellt werden die 19 Lokalredaktionen der "Freien Presse" und ihre Macher - auf diesen Seiten gibt es zudem vielfältige Tipps für Ausflüge in der jeweiligen Region. Redakteure nennen die Lieblingsorte, die man unbedingt gesehen und besucht haben sollte. Und langjährige Leser erzählen von ihren ganz persönlichen Erlebnissen mit ihrer Heimatzeitung.

Flankierende Themen wird man sowohl in der Beilage als auch im vorderen Teil der Zeitung finden: Warum und wie SED-Zeitungen überlebten, wie sieht die Zeitungslandschaft in Ostdeutschland heute aus, wie gehen Medien mit der Wahrheit um, bis hin zur Frage nach der Zukunft der Zeitung im Internet-Zeitalter, also in smarten Zeiten, in denen Informationen als E-Paper, per Smartphone-App oder auf einer Homepage vermittelt werden.

So also geht es mit der Zeitung durch die Zeit. Welchen Weg nimmt eine Nachricht, bis sie auf dem Frühstückstisch des Lesers ankommt? Wir erzählen die Geschichte der legendären Pressefeste in Chemnitz, Schwarzenberg und Zwickau. Wir erinnern an den Sprunglauf der "Freien Presse", der am Fichtelberg ein Stück Wintersportgeschichte schrieb. Und berichten von einem kleinen Skandal aus dem Jahr 1988, als im Oktober die "Freie Presse" mit einer unerwarteten Kopfzeile auf einigen Seiten erschien - aus dem linientreuen SED-Blatt war die "Freie Fresse" geworden. Sogar "Der Spiegel" berichtete darüber.

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