7900 Schüler in Sachsen in häuslicher Quarantäne

Dresden (dpa/sn) - In Sachsen gibt es derzeit an 91 von insgesamt 1374 öffentlichen Schulen Corona-Fälle. Wie das Kultusministerium am Dienstag in seinem Blog mitteilte, wurden mit Stand Montag 42 Corona-Infektionen bei Lehrern nachgewiesen, 78 bei Schülern. Insgesamt befinden sich derzeit rund 7900 Jungen und Mädchen in häuslicher Quarantäne. An der Zahl der geschlossenen Schulen im Freistaat hat sich vorerst nichts geändert. Bisher mussten sechs Einrichtungen coronabedingt vorübergehend schließen - drei Grundschulen, zwei Oberschulen sowie eine Förderschule. Gut 98 Prozent der Schülerinnen und Schüler können bisher ihre Schule besuchen, hieß es.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) betonte erneut, dass in mehr als 90 Prozent der Fälle Corona-Infektionen in die Schulen hineingetragen werden. Der Minister verwies auch auf die Ergebnisse der Schulstudien von sächsischen Universitätskliniken, wonach das Infektionsgeschehen an sächsischen Schulen vergleichsweise gering sei.

Die Linksfraktion hatte am Dienstag die jüngsten Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach einem besseren Infektionsschutz in Kitas, Schulen und Horten unterstützt. Nötig seien etwa mehr Raumluftreinigungsanlagen und kostenlosen Tests fürs Kita-Personal. «Es müssen Mittel her, um Schulbusse und Bahnen in höherer Taktung fahren zu lassen und zusätzliche Assistenzkräfte zu beschäftigen, damit Gruppen möglichst aufgeteilt werden können», so die bildungspolitische Sprecherin Luise Neuhaus-Wartenberg.

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