Abgelehnte Asylbewerber fliehen aus Abschiebehaft

Dresden (dpa/sn) - Drei abgelehnte Asylbewerber sind am Samstag aus dem Abschiebegefängnis in Dresden entwischt. Sie befanden sich auch am Sonntag noch auf der Flucht, teilte die Polizeidirektion Dresden mit, ohne weitere Details zu nennen. Zuständig ist die Landesdirektion Dresden, deren Sprecher zunächst nicht erreichbar war. Nach übereinstimmenden Medienberichten hatten zwei Tunesier und ein Marokkaner im Alter von 19, 24 und 29 Jahren während des Hofganges den Zaun der Einrichtung überwunden.

Das Abschiebegefängnis in Dresden ist seit Dezember 2018 in Betrieb. Dort stehen 58 Plätze zur Verfügung, darunter 24 Plätze für die Abschiebungshaft und 34 für den Ausreisegewahrsam. Die Dauer der Unterbringung in der Haft ist auf höchstens 18 Monate begrenzt, beim Gewahrsam sind es maximal zehn Tage. Die Einrichtung kostete 11,7 Millionen Euro. Sie garantiert auch eine ärztliche Betreuung. Über Anträge auf eine Abschiebehaft müssen Gerichte befinden. Haft und Gewahrsam sind für Ausländer gedacht, die zur Ausreise verpflichtet sind und bei denen es Hinweise gibt, dass sie untertauchen wollen.

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