Abwassergebühren in Chemnitz und Zwickau mit am höchsten

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44 Kommentare

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  • 6
    2
    gruene
    19.06.2020

    @Michael Schneider:

    Da haben Sie vollkommen Recht. Und da die Herausforderungen der langen Trockenphasen und der andererseits extremer werdenden Starkniederschläge zusätzliche Aufgaben bedeuten, ist es so wichtig, dies im Sinne der Öffentlichkeit in dafür gut aufgestellten und transparenten Strukturen anzugehen.

    Das Modell der "Schwammstadt" ist - auch in Chemnitz - in der Diskussion, bei dem Regenwasser bewusst für Trockenzeiten in der Fläche zurückgehalten werden soll. Die Diskussionen finden derzeit in der lokalen Agenda und in Ansätzen im Stadtentwicklungsausschuss statt, nicht aber (öffentl.) beim ESC oder gar bei der Eins Energie.

  • 12
    1
    MichaelSchneider
    19.06.2020

    Zu all den interessanten und auch wirtschaftlich wichtigen Gesichtspunkten könnte noch hinzugefügt werden, dass der Literpreis von Wasser, das derzeit aus dem Wasserhahn fließt, selbst in den teuersten Regionen bei ca. 0,01 € liegt. In meiner Region muss ich pro Liter (Wasser und Abwasser) etwa 0,005 € zahlen, also einen halben Cent - und so wie es aus dem Wasserhahn kommt, trinke ich es auch.
    Besser geht es eigentlich nicht, betrachtet man sich die Wasserversorgung der Menschheit weltweit.
    Die drängenderen Fragen werden also bald sein (die sich verändernden Grundwasserstände mit einbezogen) ob bzw. wie es möglich sein wird, dass überhaupt ständig Wasser aus dem Hahn "einfach so" und zudem noch in dieser Qualität zur Verfügung steht, vom Preis einmal ganz abgesehen.
    Im Artikel steht die Frage im Raum, warum Wasser samt Entsorgung und Wiederaufbereitung in manchen Regionen statt zu einem Cent je Liter auch zu 0,5 Cent zu haben ist. Hoffentlich gibt es aber auch außerhalb dieses Raumes immer Menschen, die sich mit den weiteren Fragen beschäftigen.

  • 10
    5
    872889
    19.06.2020

    Die Gründe hierfür sind relativ einfach zu erklären. Während in den alten Bundesländern in der Regel die Hauseigentümer bei Anschlüssen mit zur Kasse gebeten werden, erfolgt dies hier grundsätzlich nicht. Die entsprechenden Investitionskosten werden hier auf die Gebühren umgelegt und sind damit von allen zu zahlen. Hinzu kommt natürlich der hohe Aufwand in der Nachwendezeit.

  • 17
    4
    bürgerenergie
    19.06.2020

    Nähme man noch die gerade zum Jahresanfang um satte 10% erhöhte Trinkwassergebühr in der Berechnung hinzu, so würde das Bild für Chemnitz nicht positiver. :-( Wo bitte kostet Trinkwasser mehr?

    Daseinsvorsorge - leitungsgebunden und im Bereich des Abfalls - gehört in rein kommunale Hände.

    Bei der Abfallentsorgung ist das noch so. Folglich stehen wir bei den Abfallgebühren noch mit am anderen, dem positiven Ende der bundesweiten Gebührenskala. Sorgen wir dafür, dass das so bleibt und nicht auch hier - etwa über den Weg einer Müllverbrennung - auch die "Krake privater Gewinnmaximierung" zugreift.

    Dass man zum Abwasser die Eins Energie fragt, ist bezeichnend, wo doch eigentlich immer noch der kommunale Abwasserbetrieb ESC verantwortlich ist. Aber das wohl nur pro forma? Dass die Eins Energie nicht antwortet, überrascht ebenso nicht, entspricht es doch der seit Jahren erlebten und aktiv gepflegten Intransparenz.

    Das Besorgniserregende aber ist, dass sich hohe Gebühren und schlechte Qualität bei der Mischwasserentsorgung und dem Kanalzustand decken. Städte auch in Sachsen, die bei diesen Aufgaben weiter sind, bessere Qualität bieten, haben trotz bereits getätigter Investitionen im dreistelligen Millionenbereich geringere Gebühren ... betrifft etwa Dresden und Leipzig. Zwickau und Chemnitz liegen hier deutlich zurück.

    Droht angesichts des immensen Aufgabenumfangs eine Überschuldung? Mit weiteren bitteren Konsequenzen für Gebühren- und/oder Steuerzahler? Die Fragen müssen endlich ehrlich auf den Tisch. Und dafür verantwortlich ist keineswegs allein und vorrangig die Eins Energie, auch nicht der kleine kommunale Restbetrieb ESC. Das ist zunächst Aufgabe und Verantwortung des zuständigen "Umwelt"-Bürgermeisters Runkel sowie der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.