AfD-Parteitag: Selbstreflexion eher unerwünscht

Viele Mitglieder fordern eine verbale Abrüstung des politischen Gegners. Die Wahl des neuen Vorstands gerät in den Hintergrund. Jörg Urban wird mit 87,47 Prozent Zustimmung als Landesvorsitzender wiedergewählt.

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20Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Freigeist14
    02.03.2020

    Die Indoktrinierung und der glühende Eifer ,eine Hufeisentheorie am Leben und halten und die Opfer des Faschismus mit den Tätern gleichzusetzen ist manchem sein täglich Brot .Dabei geht es hier um die AFD - aber was heisst das schon ? In der ersten Adenauer-Regierung waren mehr NSDAP-Mitglieder als im ersten Kabinett Hitlers im Januar 1933 . In der DDR - Regierung saßen Überlebende des Holocausts ,wie Hermann Axen oder Albert Norden ,der erst nach der Rückkehr aus dem Exil erfuhr ,daß sein Vater in Auschwitz vergast wurde .Albert Norden verfasste das gut recherchierte Braunbuch über 1800 NS-belastete Politiker (...)Wirtschaftsführer und Generäle ,daß wesentlich dazu beitrug die NS-Aufarbeitung im Westen endlich in Gang zu setzen . 7% ehemalige NSDAP -Mitglieder arbeiteten in der DDR in Organen der inneren Sicherheit . Schwerbelastete kamen nie in Verantwortung oder wurden enttarnt und der Funktion entbunden . (Autorin Daniela Dahn )

  • 4
    3
    ralf66
    02.03.2020

    @Hankman, in dem sie meinen in der AfD gäbe es Nazis, so müsste gleichfalls die Nazizeit in vollem Umfang 1:1 auf das Gedankengut der AfDler projektiert werden, weil Nazis gab es bis 1945, nach 1945 waren es Alt-Nazis die sich in politischen Parteien wie u.a. der CDU wohlfühlten, die heute nicht mehr leben und heute keine Mitglieder der AfD sind, ist denn dieser Vergleich wirklich so haltbar, dass ist doch einfach nur absurd und voll plumpe Propaganda.

  • 5
    3
    ralf66
    02.03.2020

    @Hankman, dass ist so nicht richtig, die Schärfe der Wortwahl, die Hartnäckigkeit bei Debatten in den deutschen Parlamenten, bei Interviews, auf politischen Veranstaltungen u.s.w. die hat nicht erst die AfD eingeführt, die gab es auch schon zuvor, mag sein, dass nach der Ära Kohl dort ein wenig Flaute war, aber niemals zuvor, Strauß, Wehner, Schmidt, Kohl viele andere aus dieser Zeit lieferten sich Wortgefechte von außergewöhnlicher Härte, von hämischen Spott, persönlich verletzend und waren oftmals hart an der Grenze wo man sagt, dass ist jetzt unter der Gürtellinie.
    Sie sehen nur, dass die AfD sich schmollend verhält, so kann man das umrissen zusammenfassend schreiben was Sie meinen, Sie sehen leider nicht, dass sich alle Altparteien der AfD gegenüber in einer regelrechten Blockadestellung befinden und jeden politischen Kontakt mit dieser Partei meiden ja regelrecht ablehnen, ausschlagen u.s.w. und das geht schon so seit der Gründung der AfD, da war noch gar nicht viel geredet und gedacht.
    Die Wortwahl links-grün-versifft, da gebe ich Ihnen recht ist hart, muss nicht sein, Hofreiter, Özdemir, Kahrs, bloß mal einige genannt, bringen diese Schärfe umgekehrt genau so gut. Wenn Sie der AfD vorhalten, sie würde Halbwahrheiten verbreiten, falsche Dinge in die Welt setzen, sie würden Hass, Misstrauen und Zwietracht säen, dann sind das Vorwürfe die ganz oft, Ausnahmen gibt es immer, falsch sind, Kritik an politischen Zielen der Altparteien oder Maßnahmen der Regierung hat nichts mit Hass, Zwietracht und Misstrauen säen zu tun, sondern nur einzig und allein damit, dass die politische Gegner der AfD mit jeglicher Kritik an ihrer politischen Arbeit nicht umgehen können, man ist nicht einmal locker erhaben darüber, nein, man schmollt genau so wie man es der AfD vorwirft. Ich schreib es immer wieder, schaut nach Österreich, in Österreich kann man bei einer fast gleichen Parteienlandschaft kultivierter, sachlicher, gerechter, neutraler miteinander umgehen als wie wir hier in Deutschland.

  • 3
    2
    acals
    02.03.2020

    bevor wir hier wieder demagogisch indoktriniert werden hier eine kleine auswahl von hard-core nazis in ddr (in blockpartei oder SED):

    Wilhelm Adam (traeger des blutordens des 3. reiches)

    Harry Baschleben, Waffen-SS,

    Hans Bentzien, NSDPA, von 1961 (dem Mauerbaujahr) bis 1965 Minister fuer Kultur!

    Wolfgang Biermann, NSDPA ab 1944, war ab 1976 mit Erich Honecker Mitglied des ZK der SED!

    uva mehr

    Die Grenzen von Nazis sind auch zu den Kommunisten fliessend, wenn mehrwert zu generieren war, dann wurde nicht nachgefragt sondern nach dem Motto "Schwamm drueber" agiert.

    Feine Herren!

  • 4
    5
    Freigeist14
    02.03.2020

    Hinterfragt@ alte Nazis gab es in der CDU und FDP viele . Aber Neo-Nazis gibt es nach wie vor . Die Grenzen zu rechtskonservativ und deutschnational sind leider fließend . Ein weites Feld .

  • 6
    4
    Hinterfragt
    02.03.2020

    "... Und leider gibt es davon eine ganze Reihe in der AfD..."

    Nö, Nazi ist die Abkürzung für die Mitglieder der NSDAP und diese gibt es seit Kriegsende nicht mehr.
    Die letzten dieser Alt-Nazis waren in den etablierten Parteien, wie vor allem der CDU, noch lange zu hause und sogar im Bundestag ...
    Können Sie gerne selber bei wikipedia nachlesen

  • 6
    5
    Lesemuffel
    02.03.2020

    Ja, Hankmann, Ihr Statement, besser Klischee ist allgemein bekannt und wird für die Auseinandersetzung gebetsmühlenartig benutzt. Mittlerweile genügt einigen nicht mehr die Beschimpfung mit den "inflationären Begriffen", sie greifen jetzt zur direkten Tat, wie Chrupalla gestern erleben durfte. Ja, die Geister, die man rief............

  • 7
    7
    Hankman
    02.03.2020

    Mag ja sein, dass die Vokabeln "Nazi" und "Faschist" von einem Teil der Gesellschaft gerade inflationär gebraucht werden. Aber es ist entgegen anderslautender Propaganda nur ein Teil der Gesellschaft, der diese deftige Art der Auseinandersetzung pflegt. Fakt ist: Einen Nazi kann und muss man einen Nazi nennen. Und leider gibt es davon eine ganze Reihe in der AfD. Es gibt aber auch andere. Man muss differenzieren. Und das machen viele auch. Nicht zuletzt tun das die etablierten Medien. Wiederum entgegen anderslautender Propaganda. Was viele im Umgang mit der AfD zu Recht tun: Sie setzen sich mit ihr, ihrer Politik und ihrem Auftreten auseinander. Und manchmal geht es da auch rustikal zu, auch ohne dass die besagten Vokabeln fallen.

    Aber wo kommt diese Schärfe her? Die verbissene Auseinandersetzung? Die AfD hat diesen Stil eingeführt, als sie sich von der Anti-Euro-Partei zu dem wandelte, was sie jetzt ist. Viele ihrer Politiker stellen Grundfesten dieser Gesellschaft infrage. Wer nicht so denkt wie sie, wird beschimpft und als "links-grün-versifft" diffamiert, ihm wird die Berechtigung abgesprochen, mitzudiskutieren. Sie säen aus politischem Kalkül Misstrauen, Hass und Zwietracht und sind sich auch nicht zu schade, in den sozialen Netzwerken Halbwahrheiten und Fake News zu verbreiten, wenn es ihnen nützlich erscheint. Sie haben mit einer rohen, krawalligen Sprache die gesellschaftliche Debatte vergiftet. Und am Ende fühlen sie sich dann missverstanden und von allen zu Unrecht angegriffen.

    Die AfD kommt mir manchmal vor das ungezogene Kind, das im Sandkasten alle anderen mobbt, ihnen das Spielzeug wegnimmt und mutwillig ihre Sandburgen zerstrampelt. Und das dann, wenn es von allen gemieden wird, weinend zur Mutti rennt. "Mama, sag mir, warum/spieln die Kinder nicht mehr mit mir/Alle drehn sich weg, wenn ich was sag ..." (Keimzeit). Ja, etwas Selbstkritik und Reflexion wäre durchaus angebracht. Einige in der AfD haben das anscheinend begriffen.

  • 17
    8
    Lesemuffel
    01.03.2020

    Wenn man den inflationären Gebrauch der Vokabeln Nazi, Faschist und das genüssliche Nachplappern durch einfach gestrickte Zeitgenossen verfolgt, könnte man annehmen, die fürchterliche Nazizeit ist wirklich nur ein "Vogelschiss" gewesen? Haben das die Nutzer der Begriffe gewollt?

  • 10
    17
    Interessierte
    01.03.2020

    Stimmt @peggy , das ist schon übelst , Gegner ´des Staates von heute` als neue Nazis und Faschisten hinzustellen , nur , weil man sich nicht reinreden lassen will und alles in ´seine` gewünschte Richtung entwickeln will …

  • 20
    13
    ralf66
    01.03.2020

    In Deutschland geht man mit den Wörtern Nazi und Faschist langsam so um als wären es nur Schneebälle die man wirft, dass ist völlig aus dem Ruder gelaufen.
    Bei einigen ist einfach kein Maß mehr da AfDler pauschal als Nazis hinzustellen, dass geschah so nicht einmal in Umgang mit der NPD.
    In dem man die AfD zur Zeit immer wiederkehrend, schon regelmäßig pauschal als Nazis und Faschisten abstempelt, will man einen größtmöglichen Propagandaeffekt erzielen, denn mit diesem Vergleich lässt sich in Rückblick auf die Geschichte ein guter Abschreckungseffekt gegen die AfD in der Bevölkerung erreichen, viele Menschen meinen oder denken ja, wenn Altparteien-Politiker bis runter zu Bürgern wie @christophdoerffel diese Wortwahl so anwenden, dass würde dann in vollem Umfange auch stimmen, wir hätten mit der AfD in irgendeiner Weise, vorausgesetzt sie käme an die Macht schlimmes zu erwarten.
    Viele wollen gar nicht mehr sehen, dass die AfD demokratisch gegründet, nicht verboten in die deutschen Parlamente demokratisch gewählt wurde, sie aber eine kontroverse Einstellung zu gewissen politischen Fragen in diesem Land hat, die aus dem Ruder gelaufen sind und das der, der Kritik übt und von der AfD kommt nicht automatisch ein Nazi oder Faschist ist. Der scharfe Ton und die Wortwahl die sich verschärft hätte seit es die AfD gibt, ja nun gut, diese Kritik ist berechtigt, wer aber will sollte sich auf alle Fälle beiden Seiten anhören und man wird am Ende feststellen, dass beide Seiten auch hart in der Wortwahl sind, der eine mal mehr der andere mal weniger.

  • 14
    20
    gelöschter Nutzer
    01.03.2020

    Natürlich sollte man Nazis Nazis nennen und Faschisten Faschisten aber was hat das mit der AfD zu tun?

  • 16
    19
    gelöschter Nutzer
    29.02.2020

    Christo...: Natürlich soll man Nazis Nazis nennen und Faschisten Faschisten aber was hat das mit der AfD zu tun?

  • 16
    13
    Tauchsieder
    29.02.2020

    Ja und weiter "christo......", diese Bezeichnung treffen auf viele zu. Übersetzen sie doch erst einmal diese Worte, dann sehen wir weiter. Ich empfehle "Wikipedia"!

  • 35
    23
    christophdoerffel
    29.02.2020

    Wie soll man Nazis und Faschisten nennen, wenn nicht Nazis und Faschisten?

    Ok, nennen wir sie Menschen mit nationalsozialistischer Grundeinstellung, vielleicht fühlen sie sich dann besser.

    Auch wenn Frau Weidel die politische Korrektheit auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgen will.

  • 21
    35
    Lesemuffel
    29.02.2020

    Natürlich haben die AfD-Politiker Recht, sie können machen, was sie wollen, sie werden diffamiert, ausgegrenzt, nicht nur verbal bekämpft - so ist nun mal die Beschlusslage der Tradierten Parteien. Diesem unwürdigen Treiben (Neonazi-Nazi-Faschist-weitere Steigerung???) nachzugeben würde ohnehin nur als Schwäche ausgelegt, an der Diffamierung und Ausgrenzung würde es nichts ändern. Die Alternative sollte Alternative und Opposition bleiben, weil sie ja deshalb gewählt wird. Gut ist, dass sich die Alternativen der unterirdischen Sprache des pol. Gegners nicht anschließen, wobei die Beleidigungen wahrscheinlich kaum ohne passende Antwort auszuhalten sind.

  • 20
    41
    ths1
    29.02.2020

    Guter Mann, der Urban!

  • 37
    15
    Freigeist14
    29.02.2020

    Selbstreflexion unerwünscht . Das sieht man auch an den Kommentaren .....

  • 25
    43
    Interessierte
    29.02.2020

    Auch ein kluger und sachlicher Mann …

    Man müßte sich mal selbst eine Partei zusammen stellen können aus intelligenten Menschen , wie u.a. auch Gauland und Maaßen und Patzelt
    Aber die mögen eben wieder die anderen Menschen nicht , die sind zu klug und zu ehrlich ; ganz im Gegensatz zu denen die wohl auch klug sind , aber ständig lügen wie in den Talk-Shows

  • 25
    51
    gelöschter Nutzer
    29.02.2020

    Herzlichen Glückwunsch, guter Mann.