Ahmadiyya-Gemeinde: Bauantrag für Moschee in Leipzig

Leipzig (dpa/sn) - Nach jahrelanger Verzögerung hat die islamische Ahmadiyya-Gemeinde einen Bauantrag für ihre geplante Moschee in Leipzig eingereicht. Die Unterlagen seien am Montag an die Stadtverwaltung gegangen, sagte der Bundesvorsitzende der Glaubensgemeinschaft, Abdullah Uwe Wagishauser, am Mittwoch. Zuvor hatte die «Thüringer Allgemeine» darüber berichtet. Die Gemeinde baut derzeit in Erfurt ihre erste Moschee in einem ostdeutschen Bundesland.

Die Pläne für den Moschee-Bau im Leipziger Stadtteil Gohlis wurden 2013 bekannt. Das Projekt hatte sich aber immer wieder verzögert, unterem anderem wegen Klagen gegen den Bau. Auch heftige Proteste hatte es gegeben. Zum Beispiel wurden blutige Schweineköpfe auf dem Grundstück aufgespießt. «Es ging hoch her, es war eine laute Auseinandersetzung - aber es hat sich verhältnismäßig im Rahmen gehalten», sagte Wagishauser.

Wann mit dem Bau begonnen wird, sei noch offen. Realistisch sei wohl ein Baustart 2020, sagte Wagishauser. Bei den Kosten kalkuliert er mit 750 000 Euro. Die Gemeinde in Leipzig hat seinen Angaben zufolge knapp unter 100 Mitglieder.

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