Altersgerechter Umbau: Wohnungsgenossenschaften investieren

Dresden (dpa/sn) - Die sächsischen Wohnungsgenossenschaften wollen in diesem Jahr insgesamt rund 510 Millionen Euro und damit 63 Millionen Euro mehr als im Vorjahr investieren. Das Geld soll vor allem in die Modernisierung von Wohnungen und in den altersgerechten Umbau fließen, teilte der Verband VSWG am Dienstag in Dresden mit.

Dazu gehören etwa die Nachrüstung mit Fahrstühlen, die Sanierung von Bädern und die Entfernung von Schwellen. Aber auch mehr große Wohnungen für Familien sind geplant. 456 Wohneinheiten sollen in diesem Jahr neu gebaut werden. Die Projekte seien mit jeweils 10 bis 50 Wohnungen eher kleinteilig, um das Risiko von Leerständen im Neubau mit entsprechend hohen Mietpreisen zu vermeiden, hieß es.

Zum Ende des Jahres 2018 standen mehr als 22 000 Wohnungen leer (8 Prozent). Damit hat sich der Leerstand erstmals seit Jahren wieder erhöht. «Es bleibt zu befürchten, dass die Quote mit erhöhter Geschwindigkeit zunehmen wird», so der VSWG-Vorstand. Das liege vor allem an der Altersstruktur. In nicht wenigen Genossenschaften sei ein Viertel der Bewohner älter als 80 Jahre. Die zu erwarteten Kündigungen in den nächsten Jahren könnten kaum durch Neueinzüge kompensiert werden.

Die Quote fällt je nach Region unterschiedlich aus: Während in den drei großen Städten etwa fünf Prozent der Wohnungen leer stehen, sind es im Landkreis Zwickau rund 15 Prozent.

Im VSWG sind 209 sächsische Wohnungsgenossenschaften organisiert. Sie bewirtschaften rund 270 000 Wohnungen. Das entspricht 18,1 Prozent aller Mietwohnungen in Sachsen.

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