Am meisten CO2 aus Dienstwagen von Köpping und Klepsch

Berlin/Dresden (dpa/sn) - Integrationsministerin Petra Köpping fährt den verbrauchs- und CO2-stärksten Dienstwagen im sächsischen Kabinett. Das ergibt zumindest der diesjährige Vergleich der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Der Untersuchung zufolge wird die SPD-Politikerin in einer Diesel-Limousine mit einem «realen CO2-Ausstoß» von 247 Gramm je Kilometer (g/km) chauffiert. Den zweitschlechtesten Platz belegte Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch (CDU) mit einem Wert von 238 g/km.

Vergleichsweise klimafreundlich ist dagegen Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) unterwegs. Sein Diesel hat einen Ausstoß von 203 g/km. Der Dienstwagen von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wurde mit 225 g/km gemessen. Er liegt damit im Vergleich aller Landeschefs auf dem 8. Platz. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) belegt den letzten Platz, seine Benziner-Karosse kommt auf eine Realemission von 408 g/km. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) schnitt unter den Länderchefs am besten ab: Sein Benzin-Hybrid, der teils elektrisch fährt, bläst pro Kilometer nur 171 Gramm CO2 aus dem Auspuff.

Die «reale» Definition der DUH ist nicht identisch mit den Angaben zum offiziellen CO2-Normausstoß der Autohersteller, die deutlich tiefer liegen. Bei ihrer eigenen Erhebung berechnet die Umwelthilfe die durchschnittliche Abweichung der Herstellerdaten von Messwerten im tatsächlichen Fahrbetrieb. Sie stützt sich dabei auf Methoden des Umweltforschungsverbunds ICCT, der den VW-Abgasskandal mit aufdeckte.

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