Das winterliche Wetter hält an, hat aber auch seine faszinierenden Seiten. An der Ostsee ist durch Minusgrade eine Landschaft entstanden, wie man sie etwa in der Polarregion kennt.
Wo die Sachsen gerne Urlaub machen, sieht es derzeit aus wie in der Arktis: Eisschollen schieben sich an der Ostseeküste vor Rügen zusammen – fast meint man, gleich könnte ein Eisbär ums Eck schauen.
Ein ähnliches Naturschauspiel konnten Schaulustige dort zuletzt im Winter 2011/12 bestaunen, meldet der NDR. Seither hätten sich derart ausgedehnte und kompakte Eisfelder nicht mehr vor der Küste der Ostseeinsel gebildet, die auch unter Sachsens Urlaubern äußerst beliebt ist.
Experten schätzen, dass dieses Eis-Phänomen höchstens einmal pro Jahrzehnt zu bestaunen sei, so der Sender. Demnach bilden sich die imposanten Eisschollen nicht direkt vor der Kreideküste, sondern im Vorpommerschen Haff. Dort fror die Ostsee in den vergangenen Wochen zu. Grund: der geringe Salzgehalt sowie die geschützte Lage.
Wegen anhaltender Minusgrade, kräftigem Südostwind und der vorherrschenden Strömung drifteten die Schollen aus dem Haff in die offene Ostsee – und landeten schließlich vor der Küste Rügens, wo sie sich zusammenschieben und auftürmen.
Wer also am Wochenende oder zu Beginn der Winterferien kommende Woche mal einen faszinierenden, arktischen Anblick genießen möchte, ohne dafür bis in die Arktis zu reisen, der kann sich auf den Weg zur Ostseeinsel machen. (phy)





