Analyse: Positive Stimmung in Sachsens Mittelstand

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Mittelstand ist im Aufwind. Entgegen dem Bundestrend stieg der Geschäftsklimaindex im Vergleich zum Herbst 2017 um 20,7 auf 34,8 Punkte und liegt damit erstmals seit drei Jahren wieder über dem Deutschlandwert, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Donnerstag in Dresden mitteilte. Nach ihrer Analyse beurteilen die Unternehmen die aktuelle Lage und ihre Erwartungen hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung deutlich positiver als vor einem Jahr. Die Stimmung im Mittelstand indes verringerte sich von 30,9 auf 27,6 Punkte, etwa wegen des Handelskriegs mit den USA.

Fast die Hälfte der befragten Mittelständler im Freistaat berichteten von steigenden Auftragseingängen und Umsatzplus, drei von zehn Firmen sind auch für die Zukunft zuversichtlich. Fast die Hälfte will die Preise für Produkte und Dienstleistungen angesichts dessen im nächsten Halbjahr erhöhen.

57,3 Prozent planen Investitionen, gut ein Viertel Einstellungen. Laut der Analyse haben 26,8 Prozent und damit mehr als vor Jahresfrist eine sehr niedrige Eigenkapitalquote, gut ein Drittel der Unternehmen gilt als eigenkapitalstark.

Online-Plattformen nutzt der Mittelstand kaum zum Verkauf. Die Hälfte der Firmen aber bezieht Material und Vorprodukte teilweise darüber. 15,8 Prozent sehen sehr hohen Investitionsbedarf in Digitalisierung, deren Potenzial bei der Lösung des Fachkräfteproblems als gering an.

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