Anfrage: CDU-Kandidaten schließen Koalition mit AfD aus

Leipzig (dpa/sn) - Etwa die Hälfte aller sächsischen CDU-Direktkandidaten hat bislang auf eine Anfrage der Gruppe «Zukunft in Sachsen» geantwortet. Alle schlossen eine Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl am 1. September aus, wie Sascha Kodytek, Sprecher der Gruppe, am Montag sagte.

Zehn der 30 Politiker hätten ihre Antworten begründet. Christian Piwarz (CDU), Landtagsabgeordneter und Bildungsminister, schrieb: «Bedauerlicherweise befördert die AfD mittlerweile sowohl in Sachsen als auch im Bund und in vielen Landesverbänden extreme Tendenzen und duldet Rechtsextreme in ihren Reihen.» Zudem sei das Wahlprogramm der AfD nicht mit dem Grundgesetz vereinbar oder mit den finanziellen Mitteln des Freistaates erfüllbar.

«Zukunft Sachsen» spricht sich für eine taktische Stimmabgabe bei der Landtagswahl aus. Mit einer Koalition aus CDU, SPD und Grüne könnte eine Regierungsbeteiligung der AfD verhindert werden, ist sich der 23-Jährige Kodytek sicher. Mit der Abfrage der CDU-Direktkandidaten wollten die 20- bis 35-Jährigen sichergehen, dass eine Stimme für die CDU nicht doch die AfD an die Regierung bringt. Bis Montag können die Kandidaten ihre Meinung noch äußern, dann wollen die jungen Politikinteressierten die gesammelten Antworten auf ihrer Webseite veröffentlichen.

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