Angeklagter nach Messerattacke in Leisnig: Keine Erinnerung

Chemnitz (dpa/sn) - Im Prozess um die tödliche Messerattacke am Vorabend eines Weinfestes hat der Angeklagte ausgesagt. Ihm fehle jegliche Erinnerung an den 16. September 2016, sagte der 25-Jährige am Montag vor dem Landgericht Chemnitz. «Ich kann mich erst wieder erinnern, als ich in der JVA in Dresden aufgewacht bin.» Der Angeklagte soll in Leisnig (Landkreis Mittelsachsen) einen Mann niedergestochen haben. Der 53-jährige wurde bei dem Angriff so schwer verletzt, dass er wenig später im Krankenhaus starb. Der Angeklagte sitzt wegen des Vorwurfs des Totschlags vor Gericht.

Laut Anklage soll er mit dem späteren Opfer in Streit geraten sein. Dabei soll es um den Hund eines Bekannten gegangen sein, um den sich der Angeklagte zu diesem Zeitpunkt regelmäßig gekümmert habe. In der Kleinstadt soll das Gerücht umgegangen sein, dass er den Hund schlage und trete.

Ein zum Tatort gerufener Polizist berichtete, dass der mutmaßliche Täter über und über mit Blut bedeckt, zunächst aber ansprechbar gewesen sei. Später habe er jedoch einen wirren Eindruck gemacht.

Die Verhandlung wird kommende Woche fortgesetzt.

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