Angeklagter räumt im Totschlag-Prozess Streit ein

Dresden (dpa/sn) - Ein wegen Totschlags Angeklagter hat zum Prozessauftakt im Dresdner Landgericht einen gewalttätigen Streit mit dem Opfer eingeräumt. Zum Tathergang machte der 53-Jährige am Freitag jedoch keine Angaben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der Mann aus Algerien am 15. Februar einen Landsmann in dessen Wohnung im Stadtzentrum erstochen. Laut Anklage hat er acht Mal zugestochen, zwei der Verletzungen in Hals und Schulter waren sieben und 11,5 Zentimeter tief. Der 54-Jährige starb nach massivem Blutverlust, seine Leiche wurde am nächsten Morgen entdeckt.

Der Angeklagte, der sich bei der Attacke selbst verletzte, war einen Tag später festgenommen worden und ist in Untersuchungshaft. Er gab vor Gericht an, dass ihn der Landsmann zum Auszug aufgefordert und mit einem Messer bedroht habe. Er wisse nicht, wie es zu den Stichen kam, sagte der 53-Jährige, der nach eigenen Angaben 1990 mit einem Touristenvisum nach Deutschland gekommen war. Sein 1992 gestellter Asylantrag war 2006 endgültig abgelehnt worden.

Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage bis zum 5. September geplant.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...