Anschlag auf Asylbewerberheim: Berufungsprozess

Görlitz (dpa/sn) - Der Brandanschlag auf das Löbauer Asylbewerberheim im Februar 2016 beschäftigt nun das Landgericht Görlitz. Dort wird am Donnerstag über die Berufungen der im Mai 2016 vom Amtsgericht wegen versuchter schwerer Brandstiftung verurteilten Männer verhandelt, wie das Gericht am Montag mitteilte. «Es geht dabei nur um die Höhe der Freiheitsstrafe», sagte ein Sprecher. Das Amtsgericht Görlitz hatte zwei Jahre und vier Monate Freiheitsstrafe für den jetzt 27-Jährigen sowie zwei Jahre und zwei Monate für einen inzwischen 32-Jährigen verhängt.

Die mehrfach Vorbestraften aus Löbau und Umgebung hatten vor der ersten Verhandlung zugegeben, selbstgebastelte Molotowcocktails mit Dieselkraftstoff gegen das Fenster der Küche und die Eingangstür des Flüchtlingsheims geworfen zu haben. Vorausgegangen war eine Rangelei in der Innenstadt, bei der die Beschuldigten zwei Ausländer beleidigt hatten.

Bei dem Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft, in der damals 250 Menschen lebten, war niemand verletzt worden. Ein Brandsatz erlosch von allein, der andere war vom Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes gelöscht worden. Ein dritter, erst 16 Jahre alter Beteiligter war zu anderthalb Jahren Jugendstrafe mit Bewährung verurteilt worden.

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