Anschlag auf Wohnung von Minister beschäftigt erneut Justiz

Leipzig (dpa) - Der Anschlag auf die Wohnung von Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) beschäftigt ab dem heutigen Donnerstag das Landgericht Leipzig. Um 15.00 Uhr beginnt eine Berufungsverhandlung gegen ein Urteil des Amtsgerichtes Leipzig. Dieses hatte einen inzwischen 32 Jahre alten Mann aus der rechten Fußballszene 2017 zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.

Er soll zu einer Gruppe von etwa zehn vermummten Angreifern gehört haben, die im November 2015 nachts Granitsteine und mit Buttersäure gefüllte Weihnachtsbaumkugeln auf die Fenster von Gemkows Wohnung in Leipzig geschleudert hatten. Der Minister schlief mit seiner Familie dort. Verletzt wurde niemand.

Das Amtsgericht war davon ausgegangen, dass Gemkows Wohnung irrtümlich angegriffen wurde. Eigentlich habe die Attacke einer benachbarten Wohngemeinschaft und einem dort ansässigen linken Modelabel gegolten. Das Landgericht hat vier Verhandlungstage bis 4. Juli angesetzt.

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